Beim internationalen Investitionsgipfel in Berlin haben Unternehmen nach Angaben von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) Zusagen über mehr als 220 Milliarden Euro gemacht. Allein das US-Unternehmen Amazon kündigte Investitionen von mehr als 16 Milliarden Euro in Deutschland für das Jahr 2027 an.
Es gebe Zusagen in Höhe von mehr als 220 Milliarden Euro, sagte Reiche am Dienstagmorgen im Deutschlandfunk. Die Investitionen seien „ein klares Vertrauensvotum für den Zukunftsstandort Deutschland“, erklärte die Ministerin. Sie stärkten die Position Deutschlands im internationalen Technologiewettbewerb und schüfen zugleich Wertschöpfung und Arbeitsplätze.
Amazon baut Rechenzentren und Logistik aus
Amazon will nach eigenen Angaben in „Arbeitsplätze, Technologie und Infrastruktur“ investieren. Dazu zählten der Ausbau von Rechenzentren und KI-Infrastruktur, das Satelliteninternet-Netzwerk Amazon Leo, neue Logistikprojekte sowie ein Programm des Streamingdienstes Prime Video, teilte der Konzern mit. Von der Gesamtsumme sollen 4,8 Milliarden Euro in den Ausbau der Cloudsparte AWS in der Region Frankfurt fließen.
Deutschland sei „einer der attraktivsten Investitionsstandorte Europas“, erklärte Amazon-Manager David Zapolsky. Seit 2010 habe das Unternehmen mehr als 100 Milliarden Euro in der Bundesrepublik investiert.
Partnerschaft mit Nvidia
Zu dem Gipfel wurden rund 200 Unternehmenschefs aus dem In- und Ausland erwartet. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte die Veranstaltung am Montagabend eröffnet und ein Bühnengespräch mit Nvidia-Chef Jensen Huang geführt. Die Bundesregierung verkündete zum Auftakt eine Partnerschaft mit dem US-Chiphersteller. Ziel sei es, nach Angaben der Bundesregierung „industrielle KI systematisch in die breite Anwendung zu bringen“ und ein industrielles KI-Ökosystem in Europa aufzubauen.
Reiche verwies im Deutschlandfunk auf die industrielle Stärke Deutschlands. Mit über 20 Prozent industrieller Arbeitsplätze verfüge das Land über den „größten Schatz an industriellen Daten“, sagte sie. Zugleich plädierte die Ministerin für mehr Zuversicht: Der Blick auf das eigene Land dürfe „manchmal etwas optimistischer sein“.
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