Oh ja, der Anblick von ganz da oben ist arkadisch. Ludwig Persius, der Architekt der Villa Schöningen, muss anno 1843 genau dieses Feeling beabsichtigt haben, als er das Domizil im toskanischen Stil für den preußischen Hofmarschall von Schöningen entwarf. Die Treppe hoch zur Terrasse unterm Turm verlangt zwar etwas Sportlichkeit. Dafür ist der Blick übers Wasser des Jungfernsees wahrlich „paradiesisch“, wie einst Prinz Wilhelm von Nassau 1842 über dieses Stück Havellandschaft, geprägt von Lennés entlang der Havel angelegten Parks, als „preußisches Arkadien“ schrieb. Mit Sicht zum Schloss Glienicke, zur Heilandskirche Sacrow, hinten, verdeckt von Laubbäumen, Schloss Babelsberg und dem Flatowturm.
Kunst
An der Glienicker Brücke geht’s „Zum Paradies“ in der Villa Schöningen
In der Potsdamer Villa Schöningen befasst sich eine denkwürdige Schau mit der Utopie von Arkadien. Sie fragt, warum wir noch immer diese Sehnsucht haben.
6 Min
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Alexandra Daisy Ginsberg: „Pollinator Vision, (Late Summer to Early Autum)“, 2025, Wandteppich –mit Hilfe von Hightech gewebt aus verschiedenen Fasern
© Villa Schöningen/Sascha Herrmann
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