Iran-Krieg

Angriff abgesagt: Trump kündigt Iran-Verhandlungen für Montag an – Ölpreis sinkt

US-Präsident Donald Trump kündigt neue Gespräche mit dem Iran an. Diese sollen bereits am Montag stattfinden. Zuvor hatte er erklärt, neue Angriffe auf den Iran zunächst auszusetzen.

3 Min
US-Präsident Donald Trump

US-Präsident Donald Trump

© Jacquelyn Martin/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat einen geplanten US-Angriff gegen den Iran abgesagt und für Montag neue Verhandlungen angekündigt. „Wir führen nun Verhandlungen mit ihnen. Diese beginnen morgen Nachmittag“, erklärte Trump laut dem Sender CNBC am Sonntag an Bord der Air Force One. Er machte zunächst keine weiteren Angaben, etwa zu den Teilnehmern oder dem Ort der Gespräche.

„Es wäre der größte Angriff seit dem Zweiten Weltkrieg gewesen“, sagte Trump laut Bloomberg. „Wir werden einfach sehen, ob wir einen Deal machen können.“ Er fügte hinzu: „Ich will keine Menschen töten.“

Auf seiner Plattform Truth Social hatte Trump am Samstagabend geschrieben, der Iran und andere Länder im Nahen Osten hätten um Zeit gebeten, um eine Vereinbarung über die „sofortige, vollständige und komplette“ Wiederöffnung der Straße von Hormus sowie ein „Ende der iranischen Atombedrohung“ abzuschließen. Er habe zugestimmt, vorerst von Angriffen abzusehen – unter der Voraussetzung, dass schnell eine Vereinbarung erzielt werde. Auch Israel stimme dem zu, so Trump.

Ölpreise geben deutlich nach

An den Rohstoffmärkten reagierten die Preise mit klaren Abschlägen. Die Nordseesorte Brent verlor laut Reuters bis zum Vormittag 5,29 Prozent und fiel auf 83,28 US-Dollar je Barrel, die US-Sorte WTI fiel um 6,14 Prozent auf 79,47 Dollar. Bloomberg berichtete zeitweise von einem Minus bei Brent von bis zu 7,3 Prozent.

Beide Rohölsorten waren Reuters zufolge im Juli um mehr als 20 Prozent gestiegen, nachdem die Kämpfe zwischen den USA und dem Iran wieder aufgeflammt waren und Angriffe auf Tanker rund um Oman die Sicherheitsbedenken verschärft hatten.

Das iranische Außenministerium erklärte laut AFP am Montag, es würden derzeit keine Verhandlungen mit den USA geführt. „Wir verhandeln derzeit nicht mit den Vereinigten Staaten“, sagte Ministeriumssprecher Esmaeil Bakaei demnach. „Unsere Verhandlungen sind mit dem Oman, um die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu sichern.“

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Verhandlungen zwischen Iran und Oman

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärte laut Bloomberg am Sonntag auf Telegram, die Gespräche zwischen dem Iran und Oman befänden sich in der Endphase. Beide Länder verhandelten über eine neue Route durch die Straße von Hormus, sagte sein Sprecher Esmail Bakaei laut dem Bericht im iranischen Staatsfernsehen. Ob die Meerenge geschlossen oder geöffnet werde, sei nicht Gegenstand der Gespräche. Bakaei machte die USA für die Blockade des Schifffahrtswegs verantwortlich.

Trump hatte in der Vergangenheit mehrfach mit Angriffen gedroht und diese dann unter Verweis auf Verhandlungen abgesagt oder ausgesetzt, wie AP berichtet. Eine im Juni geschlossene Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran war im Juli zusammengebrochen.  Nach einigen Tagen relativer Ruhe führten die USA laut AP Ende des Monats erneut Angriffe auf den Iran durch. Zuvor hatte Trump angekündigt, Iran „sehr hart“ zu treffen, nachdem das Land einen Stützpunkt in Jordanien angegriffen hatte, auf dem US-Truppen stationiert sind.

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