Vor dem Berliner Kriminalgericht hat am Montag der Prozess nach einem Überfall von mutmaßlichen Mitgliedern der linksextremistischen Szene auf einen Rechtsextremisten begonnen.
Vor Gericht versammelten sich am Morgen rund einhundert Sympathisanten der Angeklagten. Im Saal ist etwa die Hälfte der linken Szene zuzuordnen, die andere der rechten Szene, beide Lager werden in den Pausen getrennt.
Die Angeklagten, der 33-jährige Konrad E., Sozialarbeiter, und der 32-jährige Kolja B., Historiker, bestreiten, bei dem Überfall ein Messer dabeigehabt zu haben. Leander S., Mitglied des III. Weges, habe man nur Angst einflößen wollen, damit die Angriffe auf Andersdenkende aufhörten. Deswegen hätten sie herausgefunden, wo S. lebt und ihm im Hausflur vermummt aufgelauert. Mit einem Hammer hätten sie ihm Angst machen wollen. Doch stattdessen habe der Kampfsport erprobte S. ein Messer gezückt und auf sie eingestochen. S. erlitt bei dem Angriff mehrere Stich- und Hiebwunden, eine Notoperation sei erforderlich gewesen.
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