US-Wahlkampf

Anhänger schlägt Demonstrantin – Trump beleidigt die Frau als „fetten Kerl“ und „Abschaum“

Die Frau trug ein T-Shirt mit der Forderung nach Freigabe der Epstein-Akten. Der US-Präsident spricht nach dem Übergriff auf die Demonstrantin von bezahlten Störern.

Peter Steiniger
Peter Steiniger
2 Min
Donald Trump vor jubelnden Anhängern bei seinem Wahlkampfauftritt in Youngstown, Ohio

Donald Trump vor jubelnden Anhängern bei seinem Wahlkampfauftritt in Youngstown, Ohio

© Alex Wong/AFP

Bei einem Wahlkampfauftritt von US-Präsident Donald Trump am Montagabend in Youngstown im Bundesstaat Ohio ist eine Demonstrantin von einem mutmaßlichen Trump-Anhänger ins Gesicht geschlagen worden. Darüber berichtete der Sender Fox News.

Die Frau trug den Berichten zufolge ein T-Shirt mit der Aufschrift „Release the Epstein Files“ („Gebt die Epstein-Akten frei“). Videoaufnahmen zeigten laut Fox News, wie ein Mann aus dem Publikum die Demonstrantin stieß, ihr ins Gesicht schlug, sie an den Haaren packte und ihren Kopf Richtung Boden drückte, während die Menge „USA“ rief.

Polizisten trennten die beiden schließlich und führten die Frau aus der Halle. Der Angreifer sei im Saal geblieben und habe sich von anderen Besuchern feiern lassen.

Verhöhnung der Demonstrantin

Trump bezeichnete die Demonstrantin, die er offenbar für einen Mann hielt, als bezahlten Störer, ohne dafür einen Beleg zu nennen. „Sie werden von den Linken bezahlt, um unser Land zu zerstören. Sie sind Abschaum“, sagte Trump laut Fox News. Zum Gewicht der Frau sagte er: „Er muss auf Diät gehen. Er ist ein fetter Kerl.“

Nach Angaben des britischen Independent wurde Trumps Rede mehrfach von Protesten unterbrochen. Ein weiterer Störer habe eine palästinensische Flagge gezeigt. Trump trat in Youngstown auf, um den republikanischen Senator Jon Husted vor den Zwischenwahlen zu unterstützen. Dessen Herausforderer ist der frühere demokratische Senator Sherrod Brown.

Die Forderung nach Veröffentlichung weiterer Unterlagen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein beschäftigt Trump und das US-Justizministerium seit Monaten, wie Fox News berichtete.

Bereits wenige Tage zuvor war es bei einer Trump-Kundgebung in San Antonio in Texas zu einer Rangelei zwischen einem Anhänger und einem Gegendemonstranten gekommen.

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