Tierschutz

Animal Hoarding in Berlin-Spandau: Veterinäramt rettet 54 Tiere aus vermüllter Wohnung

Hunde, Katzen, Vögel und exotische Arten lebten unter unhygienischen Bedingungen. Die Halter dürfen künftig keine Wirbeltiere mehr halten.

2 Min
Über 54 Tiere wurden gerettet.

Über 54 Tiere wurden gerettet.

© BA Spandau

Bei einer Kontrolle in einer Spandauer Wohnung hat das Veterinäramt eine Vielzahl von Tieren unter unzumutbaren Bedingungen vorgefunden. Die Halter erhielten ein dauerhaftes Haltungsverbot für Wirbeltiere.

In der rund 80 Quadratmeter großen, stark vermüllten Wohnung hat die Veterinär- und Lebensmittelaufsicht bei einer Kontrolle im April 2026 mehr als 50 Tiere sichergestellt. Das teilte das Bezirksamt Spandau am Montag mit. Die Tiere wurden inzwischen zur Vermittlung freigegeben.

Nach Angaben des Bezirksamtes fanden die Mitarbeitenden des Veterinäramtes 34 Hunde, 12 Katzen, eine Land- und eine Wasserschildkröte, ein Kaninchen, eine Bartagame, fünf Ziervögel sowie eine große Anzahl an Fischen vor. Die Tiere hätten augenscheinlich seit langem unter unhygienischen, nicht artgerechten Bedingungen gelebt, die ihre Gesundheit sichtbar beeinträchtigt hätten. Viele wiesen demnach deutliche Anzeichen mangelhafter Pflege auf, darunter verfilztes Fell, überlange Krallen sowie Augen- oder Hautprobleme.

Bezirksstadträtin kündigt konsequentes Vorgehen an

Tanja Franzke, Bezirksstadträtin für Jugend, Gesundheit und für Ordnung, erklärte: „Einsätze wie dieser verlangen allen Beteiligten sowohl emotional als auch körperlich ein hohes Maß an Belastbarkeit ab.“ Das Bezirksamt werde tierschutzwidrige Haltungen weiterhin konsequent verfolgen und sicherstellen, dass die Tiere angemessen versorgt würden. „Tiere sind Lebewesen, die Schutz und Fürsorge verdienen. Wer dieser Verantwortung nicht nachkommt handelt rechtswidrig. Das Wohlergehen der Tiere hat für uns oberste Priorität“, so Franzke.

Der Einsatz der Veterinär- und Lebensmittelaufsicht erfolgte nach Angaben des Bezirksamtes in enger Zusammenarbeit zwischen dem Ordnungsamt und der Polizei. Um eine angemessene Versorgung zu gewährleisten, seien die Tiere auf mehrere Tierheime und Pflegestellen verteilt und tierärztlich betreut worden. Gegen die Tierhalter wurde ein dauerhaftes Haltungs- und Betreuungsverbot für Wirbeltiere ausgesprochen.

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