Wir trinken Whisky on the Rocks. Greifswalder Straße, Prenzlauer Berg. Dream Baby Dream heißt die Bar. Wie der Song von Suicide. Es ist die Lieblingsbar von Curses, der im sogenannten echten Leben Luca heißt. Luca Venezia. Der Vater stammt von Sizilien. Curses (zu Deutsch: Flüche) steht für Horror, Kitsch und Romantik. „Üppige Dunkelheit“, wie Curses selber sagt. Hier in der Bar spielt man Post-Punk, New-Wave, Gothic-Electro. „Genau die Musik, die ich liebe“, sagt Curses mit seiner charismatisch kratzigen Stimme, die prompt Lust auf noch mehr Whisky macht.
2004 zog Curses, aufgewachsen in New York, nach Berlin. „Die besetzten Häuser damals haben es mir angetan“, erzählt er, während Andrew, Chef der Bar, noch etwas Whisky nachschenkt auf die sanft krachenden Eiswürfel. „Dort gab’s tolle Electronic-Noise-Shows. Und die Clubs in Mitte! Scala, WMF. Der Vibe von New York City in den 70ern und 80ern!“ Eigentlich ist Curses etwas zu jung, um damals schon dabei gewesen zu sein. Aber die Freude, die in seinen Augen strahlt, wenn er davon erzählt, ist echt.
Dark Wave
Gitarrensex im Technoclub: Der Berliner Darkwave-Musiker Curses und sein neues Album „Another Heaven“
„Ich liebe es, auf Fetischpartys zu spielen“, sagt Curses. Berlin macht ihn glücklicher als seine Heimatstadt New York. Wir haben ihn in der Dream Baby Dream Bar getroffen.
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Curses bei unserem Fotoshoot in der Dream Baby Dream Bar in Prenzlauer Berg
© Ina Schoenenburg/Ostkreuz
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