Bereits der zweite Angriff

Brandanschlag auf Restaurant in Chemnitz – Polizei ermittelt

Das Restaurant „Bober“ in Chemnitz Kaßberg wurde erneut Ziel eines Brandanschlags. Verletzt wurde niemand, die Polizei ermittelt.

OAZ
2 Min
Nach einem Brandanschlag auf ein Restaurant in Chemnitz ermittelt die Polizei. (Symbolbild)

Nach einem Brandanschlag auf ein Restaurant in Chemnitz ermittelt die Polizei. (Symbolbild)

© IMAGO

Am späten Mittwochabend wurde das Restaurant „Bober“ auf dem Chemnitzer Kaßberg erneut Ziel eines Anschlags. Nach Angaben der Polizei warfen Unbekannte zunächst einen Pflasterstein gegen die Schaufensterscheibe des Lokals in der Kanzlerstraße und setzten anschließend einen Brandsatz ein.

Ein Zeuge beobachtete aus einiger Entfernung zwei Personen, die sich in Richtung Limbacher Straße entfernten, und meldete kurz darauf einen Brand am betroffenen Gebäude. Trotz der Attacke entstand kein Brand im Inneren des Restaurants, Verletzte gab es nicht. Der Sachschaden ist derzeit noch nicht beziffert.

Betreiber halten am Betrieb fest

Die Chemnitzer Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und sicherte noch in der Nacht Spuren vor Ort. Dabei prüfen die Beamten mögliche Zusammenhänge zu einer ähnlichen Tat im August 2025, als ebenfalls ein Brandsatz in das Lokal geworfen wurde. Damals hatten die Täter eine brennende Substanz durch ein gekipptes Fenster geschleudert. Auch hier entstand kein größerer Schaden, und es wurde niemand verletzt.

Die Betreiber des Restaurants, Gabriel Paunescu und Yehor Podvorchan, zeigen sich trotz der wiederholten Angriffe entschlossen. Podvorchan erklärte, man wolle sich nicht einschüchtern lassen und öffne wie gewohnt. Die Betreiber planen, die beschädigte Schaufensterscheibe durch Sicherheitsglas zu ersetzen, sobald die Genehmigung vorliegt.

Das Lokal, das Sushi, Bowls und gefüllte Crepes anbietet, wird ohne Einschränkungen weiterbetrieben. Aktuell gibt es laut einem Polizeisprecher keine Hinweise darauf, dass die Tat fremdenfeindlich oder politisch motiviert war. Die Betreiber vermuten, dass Konkurrenzunternehmen hinter den Attacken stecken könnten. Die Ermittlungen zu den Tätern und ihrem möglichen Motiv dauern an.

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