Am Samstagabend versammelten sich nach Angaben der Polizei bis zu 1000 Personen in Berlin-Friedrichshain, um im Rahmen des jährlichen „ACAB“-Day gegen Polizei und Polizeigewalt zu demonstrieren. Die Demonstration zog vom Helsingforser Platz durch die Marchlewskistraße und die Rigaer Straße. Der Abschluss war ursprünglich an der Warschauer Straße geplant.
Bereits während des Aufzugs kam es laut Polizei zu mehreren Vorfällen: Einsatzkräfte wurden angegriffen, es wurden Plastikflaschen geworfen und Pyrotechnik gezündet. Außerdem riefen Teilnehmende verbotene Parolen. Die Polizei gab an, dass einige der Personen, die diese Parolen skandierten, aufgrund von Vermummung nicht identifiziert werden konnten. Insgesamt waren rund 500 Polizeikräfte im Einsatz.
Allgemeiner Protesttag gegen die Polizei
Die Polizei löste die Versammlung nach den Angriffen und Verstößen auf. Im Anschluss wurden 18 Demonstrierende festgenommen, unter anderem wegen Landfriedensbruchs und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz. Acht Polizeikräfte wurden nach Angaben der Polizei bei dem Einsatz verletzt.
Im Demoaufruf wurde neben der Forderung nach Rückgabe palästinensischen Landes mit Parolen wie „All colonizers are targets“ und „Glory to the resistance“ aufgerufen, wie die Polizei mitteilt. Der Protest richtete sich laut Veranstaltern gegen das, was sie als ein System aus Kontrolle, Gefängnissen, Kolonialismus, Grenzen und Genozid bezeichneten, das die Polizei nach Ansicht der Organisatoren täglich verkörpere und verteidige.
Der 13. Dezember gilt als allgemeiner Protesttag gegen die Polizei und Polizeigewalt. Ordnet man den Ziffern des Datums die jeweiligen Buchstaben des Alphabets zu, ergibt dies ACAB, die Abkürzung der Parole „All Cops are Bastards“.
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