Die Bayreuther Festspiele geben an, im Kampf gegen Antisemitismus auch nicht vor den Irrungen ihres Gründers Richard Wagner zurückschrecken zu wollen. Aber wenn ein organisatorisches Problem auftaucht, verpufft die Entschlusskraft offenbar.
Zur Eröffnung der 150. Jubiläumsausgabe am 26. Juli war ein von Christian Thielemann dirigiertes Gedenkkonzert unter dem Titel „Verstummte Stimmen“ angesetzt. Geplant war auch eine Rede des Publizisten Michel Friedman, der das Thema in der gebotenen Deutlichkeit angefasst hätte. Aus Sicherheitsbedenken sagten die Festspiele das Konzert nun ab, noch bevor die Veranstaltung öffentlich kommuniziert wurde und der Ticketverkauf begonnen hatte, so berichtet es die Süddeutsche Zeitung.
Risiko
Bayreuther Festspiele: Auf dem Grünen Hügel ist der Kampf gegen Antisemitismus zu gefährlich
Die Bayreuther Festspiele wollten zu ihrem 150-jährigen Bestehen mit Michel Friedman ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen. Jetzt lassen sie es lieber. Ein Kommentar.
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Michel Friedman hätte klare Worte zum Antisemitismus von Richard Wagner und zum Umgang damit gefunden. Nun geben die Bayreuther Festspiele ein neues Beispiel für letzteres und verschieben seine Rede aus Sicherheitsgründen.
© imago
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