Der Dresdner Matthias Hundt (57) war lange nur in der sächsischen Landeshauptstadt bekannt. Er war sechs Jahre lang Prokurist der Dresden Information GmbH, der Tourismuszentrale der Landeshauptstadt Dresden, später dann mit seiner 2019 gegründeten Firma Digital Consulting Sachsen GmbH (DCS) für die Umsetzung des Digitalpaktes Schule in Sachsen verantwortlich. Seit 2025 befindet sich die DCS in einem Insolvenzverfahren, was erst später bekannt wurde. Matthias Hundt ist Mitglied der CDU.
Am 18. März 2026 wurde Matthias Hundt zum Staatssekretär für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung sowie zum Chief Digital Officer in der Berliner Senatskanzlei ernannt, für viele Branchenkenner eine Überraschung. Seine Amtszeit sollte jedoch nur 76 Tage dauern. Dann kamen Medienberichte über Unregelmäßigkeiten im benannten Insolvenzverfahren der DCS sowie über eine weitere insolvente Firma auf, an der Hundt beteiligt war. Er habe daraufhin um seine Entlassung gebeten, kommunizierte damals die Pressestelle der Berliner Senatskanzlei.
Digitales
Matthias Hundt über seine Entlassung: „Es hat meiner Reputation massiv geschadet“
Matthias Hundt war nur 76 Tage Digital-Chef der Berliner Senatsverwaltung. Dann wurde er entlassen. Seitdem wurde es still um den Dresdner – bis jetzt.
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Matthias Hundt als Privatmann im T-Shirt statt mit Anzug und Krawatte. Knapp drei Monate lang war er der Chef für Digitales bei der Berliner Senatsverwaltung.
© Claudia Lord/Ostdeutsche Allgemeine
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