Auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist auch im April keine spürbare Erholung eingetreten. Vor dem Tag der Arbeit verharrt die Zahl der Arbeitslosen über der Marke von drei Millionen, die Nachfrage nach Arbeitskräften stabilisiert sich lediglich auf niedrigem Niveau.
Die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg hat für April 3,008 Millionen Arbeitslose in Deutschland gemeldet. Im Vergleich zum März sank die Zahl damit um 13.000, gegenüber dem April des Vorjahres stieg sie um 77.000. Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 6,4 Prozent, nach 6,3 Prozent vor einem Jahr. Für die Statistik wurde Datenmaterial herangezogen, das bis zum 13. April vorlag.
In Berlin ist die Arbeitslosigkeit im April leicht gestiegen. 225.360 Menschen waren in diesem Monat in der Hauptstadt arbeitslos gemeldet, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Das waren 1.279 Arbeitslose mehr als im März. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Punkte auf 10,6 Prozent. Im April 2025 lag die Quote bei 10,3 Prozent.
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Nahles: Frühjahrsbelebung schwach
„Eine Trendumkehr am Arbeitsmarkt ist noch nicht in Sicht“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Andrea Nahles, in Nürnberg. „Die Frühjahrsbelebung fällt auch im April schwach aus.“ Im April des Vorjahres war die Zahl der Arbeitslosen im Monatsvergleich um 36.000 zurückgegangen – auch dieser Wert galt nach Angaben der Behörde bereits als gering.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften sei nicht mehr deutlich eingebrochen, sondern habe sich auf niedrigem Niveau stabilisiert, hieß es weiter. Im April waren bei den Arbeitsagenturen 641.000 offene Stellen gemeldet, 5.000 weniger als vor einem Jahr.
Mehr Empfänger von Arbeitslosengeld
Nach Angaben der Nürnberger Behörde bezogen im April 1,07 Millionen Menschen in Deutschland Arbeitslosengeld – 93.000 mehr als ein Jahr zuvor. Bürgergeld erhielten 3,826 Millionen erwerbsfähige Menschen, ein Rückgang um 125.000 binnen Jahresfrist. Bürgergeld wird auch an Beschäftigte gezahlt, deren Lohn nicht zum Erreichen des Existenzminimums ausreicht.
Auf dem Ausbildungsmarkt sind nach Angaben der Bundesagentur noch 211.000 junge Menschen ohne Lehrstelle oder Alternative. Gleichzeitig sind von den 380.000 gemeldeten Ausbildungsplätzen 217.000 unbesetzt. Viele freie Stellen könnten nicht vergeben werden, weil Bewerber räumlich zu weit entfernt seien oder das geforderte Qualifikationsprofil nicht erfüllten, teilte die Behörde mit. (mit dpa)
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