Heute erreichen die Warnstreiks im Einzelhandel einen Höhepunkt. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Galeria Kaufhof am Alex zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Die Gewerkschaft rechnet damit, dass das bestreikte Warenhaus zumindest nicht pünktlich öffnen kann. Der Warnstreik soll sich den Vormittag über hinziehen.Hundert Beschäftigte haben bereits am frühen Donnerstagmorgen in einem Zentrallager der Plus-Handelskette in Schönerlinde gestreikt. An dem Warnstreik beteiligten sich nach Verdi-Angaben nahezu alle Mitarbeiter der Frühschicht, so dass Lkw mit Lieferungen den Hof nicht verlassen konnten. Deshalb muss in den nächsten Tagen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit Engpässen in Plus-Filialen gerechnet werden - vor allem bei Frischobst, Südfrüchten und Molkereiprodukten. Plus hat in Berlin und Brandenburg 173 Filialen. Nach Beginn des Ausstands zogen die Beschäftigten in einem Autokorso vor die Geschäftsstelle des Handelsverbandes am Kreuzberger Mehringdamm.Die Arbeitgeber wollen weniger Urlaubs- und Weihnachtsgeld bezahlen. Erst wenn darüber verhandelt worden sei, könne es um Gehaltserhöhungen gehen. Verdi verlangt für rund 32 000 Beschäftigte 3,6 Prozent mehr Gehalt. (mm.)
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