Kriminalität und Gerichte

„Ein archetypischer Femizid“ in Berlin: Sascha K. wegen Mordes verurteilt

Weil er seine Ex-Partnerin tötete, ist ein Köpenicker zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Besonders schlimm ist der Fall für die gemeinsame Tochter.

Jannik Läkamp
Jannik Läkamp
7 Min
Sascha K. ist am Donnerstag wegen Mordes zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Sascha K. ist am Donnerstag wegen Mordes zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden.

© Pressefoto Wagner

Brutal zog er ihr von hinten ein Messer über den Hals, weil sie mit ihrem neuen Freund in den Urlaub fahren wollte: Heimtückisch und aus übersteigertem Besitzdenken hat Sascha K. seine Ex-Freundin ermordet. Davon ist die 30. Strafkammer des Berliner Landgerichts überzeugt. Der 35-Jährige wurde deshalb am Donnerstagnachmittag zu lebenslanger Haft verurteilt.

Die besondere Schwere der Schuld stellte das Gericht jedoch nicht fest. Auch wenn das eine knappe Entscheidung gewesen sei, kommentierte der Vorsitzende Richter Ansgar Bode. „Sie haben jeden belogen, der ihnen vor die Flinte kam“, so der Richter bei der Urteilsbegründung zu K. Daher konnten die Aussage des Angeklagten vor Gericht nur bedingt zu seinen Gunsten verwertet werden.

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