Die Parlamentswahl in Armenien ist auf den ersten Blick eine weitere geopolitische Niederlage für Russland. Der dezidiert prowestliche Amtsinhaber Nikol Paschinjan und seine Partei Zivilvertrag haben sich eine dritte Amtszeit gesichert und dabei jene Kräfte deutlich geschlagen, die für eine Wiederannäherung an Moskau werben. Nach Jahren der Enttäuschung über den Kreml scheint die armenische Gesellschaft entschieden zu haben: Die Zukunft des Landes soll nicht mehr ausschließlich unter russischem Schutz gesucht werden.
Südkaukasus
Armenien straft Putin ab: Doch Europa sollte sich nicht zu früh freuen
Russland verliert an Einfluss im Südkaukasus. Doch Armeniens Wähler haben nicht für Brüssel gestimmt, sondern gegen einen Schutzpatron, der sie im Stich ließ. Eine Analyse.
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Paschinjans Sieg ist vor allem das Ergebnis russischen Versagens. Ob Europa daraus geopolitisches Kapital schlagen kann, ist dagegen völlig offen.
© Alexander Patrin/imago
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