Zeitgeschichte

Arroganz, Distanz, Ignoranz: Das fing nicht gut an mit der deutschen Einheit

Matthias Gehler, Regierungssprecher der letzten DDR-Regierung, berichtet über die sechs Monate des Übergangs 1990. Da wundert einen gar nichts mehr.

Maritta Adam-Tkalec Maritta Tkalec
9 Min
Ankunft der DDR-Delegation in New York am 9. Juni 1990. Der ehemalige Regierungssprecher Matthias Gehler (l.) begleitet Regierungschef Lothar de Maizière (M.). Später kursierten Gerüchte, Gehler habe Flugangst gehabt, was der dementiert.

Ankunft der DDR-Delegation in New York am 9. Juni 1990. Der ehemalige Regierungssprecher Matthias Gehler (l.) begleitet Regierungschef Lothar de Maizière (M.). Später kursierten Gerüchte, Gehler habe Flugangst gehabt, was der dementiert.

© Archiv Gehler

Sie wollten schon immer mal wissen, wie eigentlich die deutsche Einheit geschmiedet, der Beitritt zum Grundgesetz gedeichselt wurde? Wie sich das westliche Spitzenpersonal in der nur sechs Monate währenden Zeit der letzten DDR-Regierung unter Lothar de Maizière bei Ost-Kontakt benahm? Wie sich die kleinen und größeren Persönlichkeiten aus dem DDR-Bestand benahmen in jener Transitphase von einer Welt in die andere, als sie Macht verliehen bekamen? Oder wie es mit der noch unbekannten Angela Merkel in einem regierungsnahen Amt anfing?

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