Die Pandabären Meng Meng und Jiao Qing sind seit 2017 die größten Stars im Berliner Zoo. „Panda, Gorilla & Co.“ heißt die populäre Doku-Serie, die vom RBB bis heute in Endlosschleife zweimal täglich wiederholt wird. Doch den ersten großen Publikumserfolg mit den putzigen Bambusbären feierte nicht der Zoo, sondern der Ost-Bberliner Tierpark.
Hier lockte im August 1958 das Pandaweibchen Chi-Chi innerhalb von nur drei Wochen rund 400.000 Besucher an, darunter viele aus dem Westen. Ein Prestige-Erfolg für Tierpark-Direktor Heinrich Dathe, der trotz der hohen Kosten zugriff, als ein Tierhändler die seltene Bärin für ein Gastspiel anbot. Dieser Ost-Berliner Coup wurmte Dathes Konkurrenten, den Zoo-Direktor Heinz-Georg Klös, noch lange, bis er 1980 endlich ein Panda-Paar präsentieren durfte. Seine Frau Ursula hatte Loki Schmidt überzeugt, die Gattin von Helmut Schmidt. Der Bundeskanzler verabredete bei einem Staatsbesuch in China den Panda-Transfer.
TV-Kritik
„Berlin – Kalter Krieg der Zoos“: Welcher Coup des Tierparks im Osten den Zoo besonders wurmte
Eine unterhaltsame Arte-Doku beleuchtet das Duell zwischen dem Berliner Zoo und dem Tierpark während des Kalten Krieges. Die Kritik.
Torsten Wahl
3 Min
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Tierpark-Direktor Heinrich Dathe in einer Szene der Dokumentation „Berlin – Kalter Krieg der Zoos“
© picture alliance/dpa/Archiv Zoologische Gärten Berlin/ZDF/Arte | AZGB
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