Ukraine

Artem Tschech über kriegsmüde Deutsche: „Das macht mich melancholisch-traurig“

Der Roman „Musik für einen Soldaten“ von Artem Tschech führt 2022 direkt an die Front in der Ukraine. Ein Gespräch über Fluchten, Hass und Aussichten.

Cornelia Geißler
Cornelia Geißler
7 Min
Der ukrainische Schriftsteller Artem Tschech bei seinem Besuch in Berlin

Der ukrainische Schriftsteller Artem Tschech bei seinem Besuch in Berlin

© Emmanuele Contini/Berliner Zeitung

Der Roman „Musik für einen Soldaten“ von Artem Tschech beginnt im Februar 2022 mit Kopfschmerzen des Erzählers. Schon im zweiten Kapitel kann der nicht schlafen, weil es nachts Luftalarm gibt. Gleich mit Kriegsbeginn haben russische Raketen Kiew erreicht.

Der Erzähler teilt viele Eigenschaften mit dem Autor: Das Buch handelt von der Rückverwandlung eines Schriftstellers in einen Soldaten, aber es ist mehr als ein Zeugenbericht. Es ist ein Roman über das Menschbleiben unter Beschuss, in der Nähe des Todes. Zum Erscheinen der deutschen Übersetzung des Romans war Artem Tschech in Berlin zu Gast. Wir haben mit der Hilfe der Übersetzerin Sofiya Onufriv mit ihm gesprochen.

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