Eurasien

Aserbaidschan und Zentralasien: Abseits der Weltpolitik entsteht ein neues Machtzentrum in Eurasien

Der Ukraine-Krieg verändert geostrategische Prioritäten in Eurasien. Aserbaidschan und die fünf zentralasiatischen Staaten bauen eine neue Achse zwischen China und Europa auf.

6 Min
Kasachstans Präsident Tokajew und Aserbaidschans Staatschef Alijew wollen die Zusammenarbeit zwischen Zentralasien und dem Südkaukasus deutlich ausbauen.

Kasachstans Präsident Tokajew und Aserbaidschans Staatschef Alijew wollen die Zusammenarbeit zwischen Zentralasien und dem Südkaukasus deutlich ausbauen.

© Kazakh Presidential Press Office/imago

Eine der spannendsten Machtverschiebungen Eurasiens spielt sich derzeit fernab der großen Schlagzeilen ab. Zentralasien und Aserbaidschan wachsen zu einem neuen strategischen Raum zusammen. Beim jüngsten Gipfel im kirgisischen Tscholpon-Ata beschlossen die Staats- und Regierungschefs nicht nur eine engere Kooperation bei Handel, Energie und Infrastruktur, sondern signalisierten auch den Anspruch, sich als eigenständiger geopolitischer Akteur zwischen Russland, China und Europa zu positionieren. Besonders der Ausbau des sogenannten Mittleren Korridors gewinnt dadurch an Bedeutung.

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