Die Asiatische Hornisse ist in Brandenburg angekommen. In Eisenhüttenstadt haben Fachleute erstmals im Bundesland ein Nest der eingeschleppten Art entfernt – inklusive Königin.
„Das Nest ließ sich ganz gut entfernen“, sagte Imker Holger Ackermann, Sprecher des Imkerverbandes Brandenburg. „Auch die Königin sei dabei gewesen. Ich habe sie mit eigenen Augen gesehen.“ Die Königin gründet den Staat und legt die Eier. Für Menschen ist eine einzelne Asiatische Hornisse in der Regel ungefährlich. Trotzdem bitten die Behörden um Mithilfe – denn die Art gilt als Gefahr für Bienen, Obstbau und die heimische Natur.
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Wie lief die Nestentfernung in Eisenhüttenstadt ab?
Fachleute mit Spezialausrüstung rückten gegen den Bau an einem Dachvorsprung eines Bürogebäudes an. Sie trugen Schutzanzug, Haube und Handschuhe.
Das Nest mit der Königin verstauten sie laut Landesumweltamt in einer Plastikbox. Die Arbeiterinnen saugten sie mit einem Spezialsauger ab und sammelten sie in einem zweiten Gefäß.
Getötet werden die Hornissen durch Einfrieren. Ein zugelassenes Insektizid gegen die Asiatische Hornisse gibt es bislang nicht. Wie viele Tiere es waren, stand zunächst nicht fest. Fachleute zählten die getöteten Hornissen zum Zeitpunkt der Meldung noch.
So erkennen Sie die Asiatische Hornisse
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist etwas kleiner als die heimische Europäische Hornisse. Das auffälligste Merkmal sind ihre gelben Füße – die hat die einheimische Art nicht.
Der Körper der Asiatischen Hornisse ist insgesamt dunkler, der Kopf schwarz gefärbt. Die Europäische Hornisse wirkt dagegen eher gelb und hat rotbraune Beine. Die Größenunterschiede sind fein: Arbeiterinnen der Asiatischen Hornisse messen 17 bis 25 Millimeter, die der heimischen Art 19 bis 32 Millimeter.
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Wichtig für die Meldung: Wer eine Hornisse fotografiert, hilft bei der Bestimmung. Gerade außerhalb der Hauptverbreitungsgebiete ist die Verwechslungsgefahr laut NABU hoch.
Warum ist die Art ein Problem für Bienen und Obst?
Die Asiatische Hornisse jagt Insekten als Proteinquelle für ihren Nachwuchs – darunter besonders häufig Honigbienen. Das macht sie zum Problem für die Imkerei.
Ihre Staaten sind mit bis zu 2000 Tieren viel individuenreicher als die der heimischen Hornisse mit bis zu 700. Ein einzelnes Nest hat dadurch einen größeren Einfluss.
Auch Obst- und Weinbau können leiden. In Frankreich und Spanien wurden bereits Ernteverluste durch angeknabberte Früchte verzeichnet, vor allem bei Weintrauben.
Als invasive Art stellt sie zudem eine potenzielle Gefahr für die Biodiversität dar. Der NABU betont aber: Sie ist ein Zusatzfaktor beim Artenschwund – nicht der Haupttreiber.
Wie gefährlich ist die Asiatische Hornisse für Menschen?
Panik ist nicht angebracht. „Es ist keine Killer-Hornisse“, sagt Imker Ackermann. Fernab des Nestes verhält sich das Tier nicht aggressiv gegenüber Menschen.
Ihr Gift ist nicht toxischer als das von Honigbienen. Der Stich kann etwas schmerzhafter sein, weil er dem einer Europäischen Hornisse ähnelt. Für Allergiker kann er gefährlich werden.
Vorsicht gilt in Nestnähe: Bei Störungen können die Tiere ihre Nester aggressiv verteidigen. Diese legen sie etwa an Carports, Schuppen, Garagen oder Scheunen an.
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