„Unsere Beobachtungen zeigen, dass der Asteroid von seinem rein gravitativen Orbit wegdriftet“, erklärte der US-Astronom Dave Tholen von der Universität Hawaii. Er gehört zu dem Team aus Wissenschaftlern, die „Apophis“ im Jahr 2004 aufspürten. Schuld an der neu aufflammenden Bedrohung sei der sogenannte Jarkowski-Effekt. Dieser beschreibt, dass sich durch ungleichmäßige Sonneneinstrahlung die eine Seite des Himmelskörpers mehr als die andere erhitzt. Deswegen weicht „Apophis“ jedes Jahr 170 Meter von seinem Kurs ab. Die Forscher sollen bei vorherigen Berechnungen den Jarkowski-Effekt nicht mit einbezogen haben.
Bedrohliche Himmelskörper nähern sich der Erde
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Einschlag auf der Erde wäre fatal
Die genauen Folgen einer Kollision des nach dem ägyptischen „Gott des Chaos“ benannten Asteroiden mit der Erde sind unklar. Es ist allerdings anzunehmen, dass die Schäden katastrophal wären. Forschende vergleichen sie in etwa mit einer Explosion von 18 der größten Atombomben gleichzeitig. 900 Megatonnen Energie würden freigesetzt. Ein ganzer Kontinent könnte zerstört werden.
„Apophis“ kommt auf seiner Laufbahn der Erde immer wieder bedrohlich nahe. Das nächste Mal am 13. April 2029. Experten zufolge wird dann sogar mit dem bloßen Auge zu sehen sein, wie der Asteroid knapp an unserem Planeten vorbeirauscht.
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