Corona-Impfungen

Astrazeneca: 16 Fälle von Hirnvenenthrombosen in Deutschland gemeldet

Am Dienstag starb eine 55-jährigen Krankenpflegerin aus dem Allgäu nach einer Astrazeneca-Impfung im Klinikum Kempten. Die Mediziner sehen einen Zusammenhang.

Christian Gehrke Team News AFP/chg
2 Min
In sehr seltenen Fällen war es nach einer Astrazeneca-Impfung bei Menschen zu einer Hirnvenenthrombose gekommen.

In sehr seltenen Fällen war es nach einer Astrazeneca-Impfung bei Menschen zu einer Hirnvenenthrombose gekommen.

© AFP/Fred Tanneau

In zehn der 16 Fälle wurde zusätzlich zu einer Sinusvenenthrombose, einer speziellen Form der Hirnvenenthrombose, ein Mangel an Blutplättchen festgestellt. Bis zu diesem Montag wurden in Deutschland insgesamt mehr als 1,8 Millionen Erstdosen sowie 269 Zweitdosen Astrazeneca-Impfstoff verimpft.

Weiterer Todesfall im Allgäu bekanntgeworden 

Die Augsburger Allgemeine und Allgäuer Zeitung (Dienstagsausgabe) hatten zuletzt vom Tod einer 55-jährigen Krankenpflegerin aus dem Allgäu berichtet, die nach einer Astrazeneca-Impfung im Klinikum Kempten starb. Die Mediziner gehen demnach von einer Hirnvenenthrombose aus und einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit, dass der Tod der Pflegerin im Zusammenhang mit der Impfung stehe.

Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hatte den Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca vergangenen Donnerstag nach einer Überprüfung für „sicher und wirksam“ erklärt. Der Nutzen überwiege die Risiken, hieß es nach Berichten über Hirnvenenthrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung. In Deutschland wurden die vorübergehend ausgesetzten Impfungen mit Astrazeneca daraufhin wieder aufgenommen.

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