Ateliers mit 150 Quadratmetern entstehen

Aus zwei Wohnungen wird eine neue

Birgitt Eltzel
2 Min

Luxuriöse Wohnungen sollen in Hellersdorfer Plattenbauten entstehen: in Elfgeschossern an der Alten Hellersdorfer Straße werden große Atelierwohnungen mit riesigen Fensterflächen über zwei Etagen und mehr als 150 Quadratmeter Größe eingerichtet. Laut WoGeHe-Geschäftsführer Rudolf Kujath sollen sie auch von außen besonders wirken: "Wie ein Haus auf dem Haus." Der Preis für die im Bezirk außergewöhnlichen Wohnungen soll dennoch erschwinglich bleiben. Kujath: "Die Miete richtet sich nicht nach den Extras, sondern nach der Quadratmeterzahl."Die landeseigene Gesellschaft WoGeHe, mit 22 000 Platten-bauwohnun-gen der größte Vermieter im Bezirk, will mit solchen und anderen Angeboten den Leerstand in den Quartieren senken. Dieser beträgt derzeit 8,3 Prozent. Rund 143 Millionen Mark setzt die WoGeHe bis Mitte 2001 für die Komplettsanierung von mehr als 2 300 Wohnungen ein.Rund um den Branitzer Platz haben die Arbeiten bereits begonnen. Dort bekommen die Wohnungen statt Balkone fast doppelt so große Loggien. Außerdem werden in Sechsgeschossern Außenfahrstühle montiert. Auch am Schleipfuhl (zwischen Riesaer und Nossener Straße) müssen die Bewohner von Sechsgeschossern künftig nicht mehr Treppen steigen. In zahlreichen Wohnungen werden zudem die Grundrisse verändert: Kleine Wohnungen werden zu einer größeren zusammengelegt, aus drei kleinen Zimmer werden zwei große, Küchen und Bäder werden vergrößert und mit Fenstern versehen."Alles geschieht nach Mieterwunsch", sagt der WoGeHe-Chef. Oftmals hätten sich in den vergangenen Jahren Hellersdorfer über "Mieten auf Westniveau und Standard Marke Ost" beklagt. Die Mieter könnten zudem unter verschiedenen Modernisierungsangeboten wählen: Rollläden für Fenster im Erdgeschoss, neue Eingangstüren, Balkonverglasungen sowie Badumbauten. Geplant seien auch "die üblichen Maßnahmen" wie Wärmedämmung, Sanitär- und Strangsanierung sowie Instandsetzung und Modernisierung von Lüftungsanlagen, sagt Kujath. Mit neuer Fassadengestaltung solle das bisherige uniforme Erscheinungsbild verschwinden: Neue Balkone beziehungsweise -brüstungen, französische Fenster, Rankgitter sowie der abgestimmte Einsatz von Farben werden künftig für ein individuelleres Aussehen der Quartiere sorgen.Die WoGeHe hat bisher rund 3 600 Wohnungen komplett saniert. Darunter sind das "Rote Viertel" am Cecilienplatz und das "Kienberg-Viertel" zwischen Ferscher und Suhler Straße. Laut Kujath gehören diese Wohngebiete zu Hellersdorfs bevorzugten Lagen: "Dort gibt es keine Vermietungsprobleme." (el.)"Die Mieter beklagen sich über Mieten auf Westniveau bei einem Standard Marke Ost. " Rudolf Kujath, WoGeHe-Chef

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