Lahav Shapira ist sichtlich entsetzt, entsetzt über das Urteil gegen seinen Peiniger, entsetzt, dass der brutale Angriff auf ihn nicht antisemitisch motiviert gewesen sein soll. Er sei genervt und auch traurig, dass bestimmte Minderheiten von der Berliner Justiz „sozusagen vor den Bus geworfen werden“ und dass eine Richterin sich offenbar mit dem Thema Antisemitismus nicht beschäftigt habe, sagt der 33-Jährige kopfschüttelnd.
Berufungsprozess
Attacke auf jüdischen Studenten Lahav Shapira: Mustafa A. zu mehr als zwei Jahren Haft verurteilt
Im Berufungsprozess verurteilt das Landgericht Berlin den 25-Jährigen erneut zu einer Haftstrafe. Anders als im ersten Prozess konnte kein antisemitisches Motiv nachgewiesen werden.
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Lahav Shapira (r.) wurde vor Gericht von dem Anwalt Sebastian Scharmer vertreten. Beide kritisieren das Urteil scharf.
© Elisa Schu/dpa
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