Kriminalität

Attacken in Berlin gegen Parteien in dieser Woche: Karikaturen von Merz und Weidel, Farbschmierereien

In der zurückliegenden Woche ging es in Berlin wieder brutal zu. Unsere Crime-Reporterin zieht Bilanz. Der kriminelle Wochenrückblick.

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Polizisten entfernen ein Banner am Bundestag.

Polizisten entfernen ein Banner am Bundestag.

© Kay Nietfeld/dpa

Die Bundestagswahl ist auch Thema unter Kriminellen. Immer wieder werden Parteiniederlassungen beschmiert oder anderweitig beschädigt. Auch in dieser Woche kam es wieder zu solchen Taten in Berlin.

Am Montagmorgen stellte ein Mitarbeiter eines Bürgerbüros einer Partei in Britz eine Farbattacke gegen das Büro fest. Ersten Erkenntnissen nach bewarfen ein oder mehrere bislang noch Unbekannte die Reklame des am Britzer Damm liegenden Büros mit roter Farbe. Der Mitarbeiter stellte die Schmiererei gegen 9 Uhr fest und alarmierte die Polizei.

Schmiererei in Schöneberg

Am Donnerstagmorgen wurde die Polizei zu einer Sachbeschädigung nach Schöneberg alarmiert. Gegen 7 Uhr stellte nach Angaben der Behörde ein Mitarbeiter eine Schmiererei an einem Bürgerbüro in der Kolonnenstraße in Schöneberg fest. Unbekannte hatten den gesamten Eingangsbereich sowie Teile des Schaufensters des Büros mit blauer Farbe übergossen.

Die Polizei des Deutschen Bundestages bemerkte am Donnerstagmorgen gegen 7.30 Uhr ein zwei mal fünf Meter großes Transparent, das in circa zehn Meter Höhe am Paul-Löbe-Haus in der Konrad-Adenauer-Straße angebracht war. Laut Polizei waren mehrere Personen mit einer Hebebühne vor den Haupteingang gefahren, entrollten das Transparent und befestigten es mit Spanngurten und Seilen. Auf dem Transparent waren Karikaturen von Alice Weidel und Friedrich Merz abgebildet, begleitet mit der Aufschrift „Unsere Demokratie Faschisten überreichen?“

Nahezu parallel fand ebenfalls am Donnerstagmorgen eine Aktion der Gruppe „Robin Wood“ statt. Die Bundespolizei am Hauptbahnhof stellte gegen 8.50 Uhr vier Personen fest, die mithilfe einer Leiter rund Kletterausrüstung an der Fassade des Hauptbahnhofs am Washingtonplatz hochkletterten. Es wurde ein Banner in der Größe 20 mal 10 Meter mit folgendem Inhalt angebracht: „Verbesserung der Mobilität und des ÖPNV noch vor der anstehenden Bundestagswahl“. Nach Polizeiangaben endete die Aktion nach vier Stunden, nachdem die Aktivisten den Ort freiwillig verlassen hatten.

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