Terrorismus

Attentat mit 47 Toten: IS bekennt sich zu Anschlag auf Moschee in Afghanistan

Bereits vor einer Woche verübten die Terroristen einen Anschlag auf eine Moschee in der Stadt Kundus. Mehr als 40 Menschen wurden getötet.

Team News Eva Maria Braungart dpa/eb
2 Min
Männer in der stark beschädigten Moschee in Kandahar nach dem Anschlag der Terror-Miliz IS.

Männer in der stark beschädigten Moschee in Kandahar nach dem Anschlag der Terror-Miliz IS.

© imago/UPI Photo

Die staatliche Nachrichtenagentur Bakhtar hatte am Freitag von 32 Toten gesprochen. Ein Provinzvertreter der herrschenden militant-islamistischen Taliban sagte aber am Samstag, dass die Zahl der Toten auf 47 gestiegen sei und 70 Menschen verwundet wurden.

Erst am Freitag voriger Woche waren bei einem Selbstmordanschlag auf eine Moschee der schiitischen Minderheit in der Stadt Kundus im Norden Afghanistans mehr als 40 Menschen getötet und mehr als 140 weitere verletzt worden. Auch jenen Anschlag reklamierte der IS für sich.

Die Taliban hatten Mitte August die Macht in Afghanistan übernommen und eine eigene Regierung ausgerufen. Der IS ist seit etwa 2015 in dem Land aktiv und ein Todfeind der Taliban, obwohl beide Gruppen sich aus Sunniten rekrutieren und sich ideologisch nahestehen. Die schiitischen Muslime betrachtet der IS als Ketzer. Er hatte bereits in der Vergangenheit Schiiten und deren Einrichtungen in Afghanistan angegriffen. Er reklamierte außerdem den verheerenden Anschlag Ende August am Flughafen Kabul während der noch laufenden internationalen militärischen Evakuierungsmission für sich. Damals starben nach Medienberichten fast 200 Menschen.

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