Auf dem Gelände des Prälat steht jetzt ein Supermarkt

Einkaufen statt schwofen

Birgitt Eltzel
1 Min

SCHÖNEBERG. Der Prälat hat weißgetünchte Wände und ein neues Dach aus roten Ziegeln bekommen. Doch das traditionsreiche Veranstaltungszentrum, in dem einst Stars wie Gina Lollobrigida, Horst Buchholz und Romy Schneider bei Filmbällen tanzten, wird nicht etwa zu neuem Leben erweckt. Es wurde "eingehaust", wie es in der Fachsprache heißt. Die Firma Lidl, die auf dem Prälat-Grundstück an der Hauptstraße gestern einen Discountmarkt eröffnete, musste die denkmalgeschützten Festsäle sichern und konservieren. Das hatte der Bezirk gefordert.Im Jahr 2004 hatte Lidl das rund 12 000 Quadratmeter große Areal gekauft. Außer dem Discountmarkt baute die Firma Parkplätze und sorgte für eine öffentlichen Grünverbindung zwischen Haupt- und Feurigstraße. Die Festsäle kann der Investor nicht gebrauchen. Deshalb bekamen sie nur eine feste Hülle, innen blieben sie so wie seit Jahren: Das Parkett ist kaputt, in den Decken sind große Löcher. Ob es Interessenten für den denkmalgeschützten Bau gibt, war trotz mehrerer Anfragen von Lidl nicht zu erfahren. Baustadtrat Bernd Krömer (CDU) ist trotzdem zufrieden: "Es sieht das erste Mal seit 20 Jahren wieder vernünftig aus." Der Prälat war 1987 geschlossen worden. (el.)

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