Auf dem Weg zum Filmball

Andreas Kurtz
2 Min

Der Botschafter Italiens, Silvio Fagiolo, hat eine sehr schöne Residenz. Die großzügige Villa in Schmargendorf bildete am Montag die passende Kulisse für die Pressekonferenz zum nächsten Europäischen Presse- und Funkball, den traditionell jeder Berliner Presseball nennt und der diesmal Italien als Gastland präsentiert. Der Ball findet am 12. Januar zum ersten Mal in der Staatsoper Unter den Linden und im benachbarten Opernpalais statt, hat das hässliche ICC nun endgültig hinter sich gelassen. Am Montag verwies Alexander Kulpok, Vorsitzender des Berliner Journalistenverbandes, auf ein selbst auferlegtes Schweigegelübde, wenn er nach Promi-Zusagen für den Ball gefragt wurde. Nur so viel sei verraten: Italiens Parlamentspräsident Pier Ferdinando Casini will nach Berlin kommen, und Opernsängerin Lucia Aliberti wird einer der Stars des Abends sein. Unter den Gästen werden deutlich weniger Bundespolitiker sein als bei der örtlichen Konkurrenz. Kulpok: "Wir haben wirklich nicht den falschen Ehrgeiz, den Bundespresseball zu übertrumpfen. Ich träume immer noch davon, Sophia Loren und Gina Lollobrigida gemeinsam auf unseren Ball zu locken. " Von dem bondenständigerem Personal haben die Schauspieler Manfred Krug und Gudrun Landgrebe Billetts bestellt. Und der erklärte Ballmuffel Gregor Gysi will über seinen Schatten springen und als Senator in spe ein Tänzchen wagen.Nur weil das Nachbarhaus durch einen Zeltbau mit der Oper verbunden wird, können etwa 1 800 Karten (zu Preisen von 250 bis 350 Euro) verkauft werden. Das sind trotzdem noch 700 Karten weniger als im ICC, weshalb man auch schon wieder ausverkauft ist und Interessenten auf die Warteliste vertrösten muss. Wenn die Premiere in der Staatsoper glückt, soll der Berliner Presseball deutlicher gegen den Bundespresseball abgegrenzt werden. Kulpok: "Ich kann mir vorstellen, dass wir ihn in die Nähe der Berlinale verlegen und zu einem Film- und Opernball umgestalten. " Eines soll sich aber nie ändern: "Es ist und bleibt ein Wohltätigkeitsball. " --- leute Telefon 23 27 53 96 Telefax 23 27 51 14BERLINER ZEITUNG/CHRISTIAN SCHULZ Italiens Botschafter Silvio Fagiolo bereitet sich auf den Presseball vor.

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