Schienenverkehr

Berliner Dauerbaustelle: Warum der Bahnhof Zoo erst 2032 fertig wird

Böse Überraschungen, Fundstücke und ein Feuer: Die Station am Hardenbergplatz wird noch sechs Jahre saniert. Die Kosten steigen auf 250 Millionen Euro.

7 Min
Bauzäune, Sperrungen, Umwege: Seit sieben Jahren wird am Bahnhof Zoologischer Garten gebaut. Dabei ist er ein wichtiger Knotenpunkt.

Bauzäune, Sperrungen, Umwege: Seit sieben Jahren wird am Bahnhof Zoologischer Garten gebaut. Dabei ist er ein wichtiger Knotenpunkt.

© Peter Neumann/Berliner Zeitung

Er sollte schon seit Jahren fertig sein. Doch der Bahnhof Berlin Zoologischer Garten ist weiterhin eine Baustelle, und so wird es noch lange bleiben. Am Mittwoch gab die Deutsche Bahn (DB) einen neuen Termin bekannt: Danach soll die Sanierung nun erst 2032 beendet werden, sagte Projektleiter Thorsten Schulz. Nach 17 Jahren. Gut möglich, dass einige Jahre später ein weiteres Bauvorhaben folgen wird.

Pro Tag nutzen im Schnitt mehr als 92.000 Menschen den Bahnhof Zoo, in dem außer S-Bahnen und Regionalzügen auch 22 Fernzüge halten. Doch Bauzäune zwingen die Stationsnutzer auf Umwege. Seit Februar 2015 ist das Empfangsgebäude eine Baustelle. Ursprünglich sollten die Arbeiten 2017 enden. Dann war von 2020, zuletzt von 2027 die Rede.

„Wir haben böse Überraschungen erlebt“, sagt Thorsten Schulz. Teile des Gebäudes erwiesen sich als maroder als erwartet, immer mehr Arbeit kam dazu. Das Projekt, nach jahrelanger Planung anfangs als simple Erneuerung konzipiert, wuchs sich zu einer Kernsanierung aus.

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