Madja ist 1988 in Nis auf dem Balkan geboren. 1994 kam das Mädchen mit Eltern und Geschwistern nach Berlin. Als die Eltern sich trennten, ging der Vater von Madja 2002 nach Serbien zurück. Als ein ein Jahr später der Mutter von Madja und ihren fünf Geschwistern die Abschiebung drohte, gelang es dem Mädchen, sich zusammen mit ihrem jüngeren Bruder zu verstecken und schließlich unterzutauchen. Inzwischen geht das Mädchen wieder zur Schule. Da sie aber quasi illegal in Berlin wohnt, droht ihr täglich die Festnahme.Ähnlich geht es Fardin, 1990 in Afghanistan geboren. Der junge Mann wohnt seit vier Jahren in einem Berliner Kinderheim und besucht die achte Klasse eines Gymnasiums. Ende des Schuljahres soll er abgeschoben werden - unter Androhung von Zwangsmaßnahmen.Embrah - 1989 im ostfriesischen Leer geboren - ist Kind eines serbischen Flüchtlingspaare. Seit seine Mutter vor vier Jahren abgeschoben werden sollte, lebt der Jugendliche "auf Trebe". Ohne Personalpapiere kann er seine schwangere Freundin nicht heiraten. Doch sollte sich der junge Mann bei einer Behörde meldet, droht die Festnahme und Abschiebung.Zur Ausreise im Sommer schon aufgefordert ist auch Diana, 1989 in Uganda geboren und heute Schülerin in der gymnasialen Oberstufe. Das Mädchen ist im Alter von vier Jahren ohne Eltern nach Berlin gekommen. (mm.)
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