WILMERSDORF/ZEHLENDORF. Der Verein "Hund und Gesellschaft" hat sich dagegen ausgesprochen, Berlins größtes Hundeauslaufgebiet im Grunewald zu verkleinern. Senat und Forstverwaltung planen, das Areal auf einen etwa 600 Meter breiten Streifen südlich der Avus zu verkleinern und Badeverbot für Hunde an den Grunewaldseen zu verhängen. Dafür soll ganz im Süden Berlins ein bestehendes Auslaufgebiet bei Steinstücken vergrößert werden. Der Verein bezeichnete diese Pläne als "Akt der Hundefeindlichkeit". Konflikte zwischen Hundehaltern und Spaziergängern seien selten und eine Polarisierung beider Seiten "Unfug", erklärte Ursula Sack vom Verein. Zudem hätten Hundehalter innerhalb Berlins kaum Möglichkeiten, ihren Hund laufen zu lassen, da fast überall Leinenzwange herrsche. Auch die Tierärztekammer übt Kritik an den Senatsplänen. Die Haltung von Hunden habe "besondere soziale und gesundheitsfördernde Bedeutung", so Vizepräsident Hans-Eduard Wöhrl. Um Hunde artgerecht zu halten, müsse ihnen auch Auslauf ermöglicht werden. (cls.)
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]