MITTE Die Treuhand Liegenschaftsgesellschaft (TLG) will den Alextreff und das ehemalige DDR-Gesundheitsministerium an der Rathausstraße jetzt verkaufen, weil man nicht länger auf die Planung für den Alex warten will. Damit der Leerstand im Alextreff schnell beseitigt wird, fordert der Bezirk die Zuständigkeit für dieses Gebiet vom Senat zurück."Das Alexanderhaus ist mittlerweile ein Einkaufszentrum, das Berolinahaus wird voraussichtlich ab 1998 saniert, und der S-Bahnhof ist auch bald fertig. Nur der Alextreff ist ein Schandfleck", kritisiert Mittes Bürgermeister Joachim Zeller (CDU). Das dürfe nicht so bleiben. Von den neuen Einkaufszentren am Alex soll entlang der Rathausstraße eine Bummelmeile bis zum Nikolaiviertel entstehen. Deshalb fordert Zeller: Das Areal muß von der Kollhoffschen Planung für den Alexanderplatz abgetrennt werden. Der Bezirk soll wieder zuständig sein.Im Stadtplanungsamt von Mitte ist man darauf eingestellt: "Wir können die Planung für das Gebiet schneller machen als die Bauverwaltung die für den gesamten Alex", so Amtsleiterin Kristina Laduch. Gleichzeitig sollen auch der Rückbau der Grunerstraße und neue Häuser in der Nähe des Roten Rathauses geplant werden. Die Unterlagen können in sechs Monaten fertig sein.Davon will die Senatsbauverwaltung aber nichts wissen. Wie berichtet, hatte sie das komplette Verfahren zum Alexanderplatz gegen den Widerstand des Bezirks Anfang 1995 übernommen. Den Vorstellungen des Bezirks wurde zuletzt vor sechs Wochen eine Absage erteilt. Dieses Hin und Her nervt die Oberfinanzdirektion Berlin (OFD), die für das Ex-Gesundheitsministerium zuständig ist. "Seit drei Jahren wollen wir unser Haus verkaufen oder vermieten", so OFD-Pressesprecher Helmut John. Bislang blieben alle Bemühungen vergeblich. Haupthindernis: das fehlende Baurecht. Ein Investor könnte derzeit die Häuser nicht abreißen, sonst würden die Ansprüche von Alteigentümern wieder aufleben. "Trotzdem muß jetzt endlich was passieren. Wir bereiten nun mit der OFD und der Wohnungsbaugesellschaft Mitte eine Ausschreibung vor", sagt Sabine Pentrop von der TLG-Pressestelle. Spätestens im Juni sollen die Häuser mit den dazugehörigen Flurstücken angeboten werden. +++
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