Das bezirkseigene Grundstück der "Kissi-Kita" in der Reichenhaller Straße in Schmargendorf soll erst dann verkauft werden, wenn ein "solider Ersatzstandort" für den privaten Eltern-Initiativ-Kindergarten gefunden ist. Dafür hat sich der Jugendhilfeausschuss mit zehn zu fünf Stimmen gegen den Willen der CDU ausgesprochen. Dass die Bezirksverordnetenversammlung am Donnerstag dieser Empfehlung folgen wird, ist unwahrscheinlich. Anders als im Ausschuss hat die CDU in der BVV die absolute Mehrheit. Jugendstadträtin Brigitte Safadi-Fischer (CDU) geht davon aus, dass die Fraktion geschlossen für den Verkauf des Grundstückes stimmen wird. "Der Bezirk ist auf den Verkauf angewiesen, um mit dem Geld den Brandschutz in den bezirklichen Kitas vorschriftsmäßig verbessern zu können", sagt Safadi. Der Verkehrswert des rund 1 000 Quadratmeter großen Grundstückes liege bei 1,5 Millionen Mark. Falls kein Ersatzgrundstück für die Kissi-Kita gefunden werden könne, könnten die Kinder problemlos in den bezirklichen Kitas untergebracht werden, sagt Safadi. Seit 15 Jahren mietet der "Kissi e. V. " das Grundstück vom Bezirksamt. Die Kita wird von 25 behinderten und nichtbehinderten Kindern besucht. "Die Kita muss unbedingt erhalten bleiben", sagt der Ausschussvorsitzende Peter Ottenberg (Grüne). "Sie ist die einzige im Bezirk, die Plätze für körperbehinderte Kinder anbietet. " (vw. )
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