Meinung

Außenpolitiker Friedrich Merz: Der letzte Frühling der Bonner Republik

Der Feind steht im Osten, und Israel ist unser Freund. Alle Konflikte der Welt passen auf Friedrich Merz’ Bierdeckel: Gut gegen Böse. Ein Kommentar.

4 Min
Kanzler Friedrich Merz

Kanzler Friedrich Merz

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Der Bundeskanzler als Außenpolitiker – ein Mann, der den alten weißen Männern der Bonner Republik aus dem Herzen spricht: Der Feind steht im Osten, und Israel ist unser Freund. In einfacher Sprache: Russland böse, Israel gut.

Medienkollegen nennen das entschieden und führungsstark; Friedrich Merz’ Worte zitieren sie als „klare Botschaften“. Die Basisnote des Kanzlerdufts transportiert ein schon pheromones Urvertrauen in die eigene Überzeugung. Westdeutsche Selbstverständlichkeiten einer (fast) vergessenen Zeit leben auf: „Wir haben recht“ (vor 1990) und „Wir haben gewonnen“ (nach 1990).

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