Nicht einmal 34 Jahre alt war Harro Schulze-Boysen, als er im Dezember 1942 zusammen mit weiteren Männer und Frauen in Plötzensee hingerichtet wurde. An Schulze-Boysen und seinen Mitstreiter Erwin Gehrts erinnert seit Mittwoch wieder eine kleine Ausstellung im Bundesfinanzministerium in der Wilhelmstraße 97. Zur Eröffnung würdigte Finanzminister Franz Eichel (SPD) den Einsatz der Widerstandskämpfer. Schulze-Boysen und Erwin Gehrts hatten bis zu ihrer Verhaftung im damaligen Reichsluftfahrtsministerium, dem heutigen Bundesfinanzministerium, gearbeitet. Die beiden gehörten zu den wenigen, die sich im Ministerium gegen das NS-Regime auflehnten. Schulze-Boysen zählte auch zu den führenden Köpfen des Widerstandskreises, der von der Gestapo der "Roten Kapelle" zugeordnet worden war. (mm.)
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