Im Polnischen Kulturinstitut ist am Freitag eine Ausstellung über die Lebensgeschichte Anne Franks eröffnet worden. Sie wäre diesen Sommer 70 Jahre alt geworden. Anne Frank starb aber 1945 als junges Mädchen im KZ Bergen-Belsen. "Es gibt noch immer Unbelehrbare, die Menschen wegen ihrer Hautfarbe oder ihres Glaubens bedrohen, schlagen oder ausgrenzen", sagte der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Andreas Nachama. Nachama hofft, dass die Ausstellung "Anne Frank eine Geschichte für heute" gegen Rassenhass und Intoleranz immunisiere. Die bis zum 31. Oktober zu sehende Dokumentation in der Karl-Liebknecht-Straße 7 beschreibt Verfolgung und Ermordung der Juden aus Sicht der Franks. Die Familie hatte sich mehr als zwei Jahre auf einem Dachboden vor den Nazis versteckt. Anne Frank führte in dieser Zeit Tagebuch. Jugendliche können sich für spezielle Angebote wie Rundgänge durch die Spandauer Vorstadt am 18. und 22. Oktober unter der Nummer 30 87 29 88 anmelden. (mm.)
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