Auf der Friedrichstraße in Berlin rollen zwischen Leipziger Straße und Französischer Straße wieder die Autos. Das Modellprojekt, angetrieben von den Grünen, ist nach über zwei Jahren am Mittwoch vorerst beendet worden. Jetzt kommen Gesamtkosten für die Stadtmöbel wie Stühle, Bänke und Parklets ans Licht: 338.773 Euro. Der Berliner Zeitung liegt exklusiv eine Übersicht der Senatsverkehrsverwaltung vor, die nach einer parlamentarischen Anfrage der FDP herausgegeben wurde.
Allein die 14 Glasvitrinen auf dem autofreien Stück der Friedrichstraße haben 89.000 Euro gekostet – Transport, An-und Aufbau sowie Beleuchtung und Reparatur inbegriffen. Zwei Glasvitrinen wird das Bezirksamt Mitte jetzt nachnutzen. Die restlichen Vitrinen sind kaputt und müssen erst mal repariert werden.
Autos in der Berliner Friedrichstraße ab heute wieder erlaubt
Zwei angeschaffte Parklets bleiben in der Friedrichstraße
Die Anschaffung der Bänke, Tische und Stühle hat 156.200 Euro gekostet. Transport und Montage dieser Möbel 35.850 Euro. Zwei Parklets wurden in Höhe von 20.500 Euro aufgebaut. Für die Beseitigung von Vandalismus und Reinigung der Anschaffungen kommen noch mal 37.223 Euro hinzu. Die Parklets bleiben in der Friedrichstraße, auch wenn die Autos jetzt wieder vorbeifahren. „Die Sitzgelegenheiten werden nach Einrichtung der dauerhaften Fußgängerzone in der Friedrichstraße wieder in die Friedrichstraße transportiert.“
Wo, wenn nicht hier? Warum der Hackesche Markt autofrei werden muss
Der Abgeordnete Felix Reifschneider stellte die Anfrage an den Senat und bekam die Kostenaufstellung zurück. Er sagt der Berliner Zeitung: „Das ist ein teurer Flop für Berlin. Die Grünen wollten auf der Friedrichstraße ein Exempel statuieren, haben schlecht geplant und den Schaden müssen nun alle Berlinerinnen und Berliner bezahlen. Die grüne Verkehrspolitik ist ideologisch, teuer und bringt am Ende nichts.“
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