Krawalle haben sich gestern abend aus einer Mahnwache für den am 20. November 1992 getöteten Silvio Meier entwickelt. Junge Neonazis hatten vor zwei Jahren den 27jährigen im U-Bahnhof Samariterstraße erstochen.Etwa 40 Jugendliche hatten gestern den ganzen Tag über am UBahnhof Samariterstraße mit Plakaten an die Ermordung Silvio Meiers durch drei jugendliche Rechtsextreme erinnert. Gegen 17 Uhr eskalierte die Situation.Plötzlich blockierten mehr als 150 Personen die zu dieser Zeit stark befahrene Frankfurter Allee. Als Polizisten zum Räumen der Straße aufforderten, flogen Steine. Was folgte, erinnerte an autonome 1. Mai-Feiern in Kreuzberg. Die inzwischen auf mehrere Hundertschaften verstärkten Polizelelnheiten jagten die Jugendlichen, die Im Kiez um die Mainzer Straße ihren Gegnern Bauzäune, Autoreifen und Nebeigranaten in den Weg legten.Nach gut einer Stunde kehrte wieder Ruhe ein. Eine erste Bilanz: 15 Festnahmen, die Citibank-Filiale in der Frankfurter Allee büßte sechs Fensterscheiben ein, der Getränke-Hoffmann-Markt an der Proskauer Straße kam mit einem Glasschaden davon. Is/sn
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