Leichtathletik

Babysitten statt Kadergeld: Das emotionale EM-Silber der Julia Ulbricht

Sie gab Übungsleiterstunden und passte auf Kinder auf, um ihren Sport zu finanzieren. In Birmingham belohnt sich Julia Ulbricht sensationell mit EM-Silber.

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Die Speerwerferin Julia Ulbricht freut sich über EM-Silber.

Die Speerwerferin Julia Ulbricht freut sich über EM-Silber.

© Sven Hoppe/dpa

Es war einer dieser Momente, in denen ein sportliches Ergebnis erst langsam zu einer Geschichte wird. Julia Ulbricht stand am Sonntagabend im Alexander Stadium von Birmingham und wusste zunächst offenbar selbst nicht so recht, was da gerade passiert war. Die Speerwerferin vom 1. LAV Rostock hatte bei den Leichtathletik-Europameisterschaften eine Medaille gewonnen. Silber. Im größten Wettkampf ihrer bisherigen Karriere. Und vielleicht für niemanden mehr überraschend als für sie selbst.

Als nach den letzten Würfen der Konkurrenz feststand, dass Ulbricht eine Medaille sicher hatte, kamen ihr die Tränen. Nicht aus Enttäuschung, sondern aus Überforderung mit dem eigenen Erfolg.

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