Die Thüringer Energie AG (Teag) hat am Donnerstag in Bad Salzungen im Wartburgkreis ihren ersten Batterie-Großspeicher für Solarstrom in Betrieb genommen. Die Anlage soll überschüssigen Strom aus dem Netz aufnehmen und bei Bedarf wieder einspeisen – bis zu 1.500 Haushalte lassen sich damit versorgen.
Das Tochterunternehmen Teag Solar errichtete den Speicher nach eigenen Angaben innerhalb von rund sechs Monaten direkt neben dem Heizkraftwerk des Energieversorgers. Die Anlage besteht aus drei Modulen mit Lithium-Ionen-Technik und kann in weniger als einer Sekunde zugeschaltet werden. Innerhalb einer Stunde nimmt sie bis zu 1,5 Megawatt elektrische Leistung über das benachbarte Umspannwerk auf oder speist diese ins Netz ein. Das Prinzip: Bei einem Überangebot an Strom – etwa bei starker Sonneneinstrahlung – wird die überschüssige Energie gespeichert. Herrscht dagegen ein Unterangebot, gibt die Batterie den Strom wieder ab.
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Das Pilotprojekt, das gemeinsam mit einem Batteriehersteller umgesetzt wurde, kostete insgesamt rund 1,1 Millionen Euro. Künftige Speicher sollen nach Angaben des Unternehmens jedoch größer ausfallen und dabei etwa die Hälfte günstiger werden. Bis zu vier weitere Batterie-Großspeicher seien in Thüringen bereits in Planung.
Neues Geschäftsfeld Stromspeicher
Für die Teag Solar markiert das Projekt einen strategischen Schritt: Bisher hat das Tochterunternehmen rund 600 Photovoltaik-Anlagen in Thüringen gebaut, betrieben und verpachtet. Mit der Stromspeicherung in Batterien will sich das Unternehmen nun ein weiteres Geschäftsfeld erschließen. Für die kommenden drei Jahre kündigte die Teag Solar Investitionen in Höhe von 60 Millionen Euro an. Die Thüringer Energie AG befindet sich in kommunaler Hand – Gesellschafter sind die Kommunen im Freistaat. Das Unternehmen versorgt nach eigenen Angaben mehr als 500.000 Kunden mit Strom, Erdgas und Fernwärme.
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