Wahlkampf 2021

Baerbock fordert Gender-Sprache in deutschen Gesetzen

Die grüne Kanzlerkandidatin will bei einem Wahlerfolg auf geschlechtergerechte Sprache in Gesetzestexten achten. Es gehe darum, niemanden auszugrenzen.

Team News Carola Tunk dpa/AFP/ctu
2 Min
Annalena Baerbock (Grüne) empfiehlt, sich sprachlich so auszudrücken, dass sich andere Personen oder Gruppen nicht verletzt fühlen.

Annalena Baerbock (Grüne) empfiehlt, sich sprachlich so auszudrücken, dass sich andere Personen oder Gruppen nicht verletzt fühlen.

© dpa/Uwe Anspach

„Sprache verändert sich – heute reden wir zum Beispiel eher von ‚Ärztinnen und Ärzten‘ und nicht nur von ‚Ärzten‘, weil sonst im Kopf nur das Bild eines Mannes auftaucht“, sagte die Bundestagsabgeordnete. „So ist es auch in vielen anderen Bereichen. Wenn ich weiß, dass bestimmte Begriffe einzelne Personen oder Gruppen verletzen, dann sollte man versuchen, die Dinge anders auszudrücken, aus Respekt.“

Baerbock will sich nicht aus Angst vor weiteren Fehlern verstecken

Baerbock hat sich zudem selbstkritisch zu ihren Fehlern im Bundestagswahlkampf geäußert. „Manches hat in den vergangenen Wochen gelitten, weil ich nicht alles richtig gemacht habe und das schmerzt mich sehr“, sagte Baerbock. Zu den Vorwürfen rund um ihr Buch, räumte sie ein: „Ich habe da an einigen Stellen nicht genau genug gearbeitet.“

Die Kritik an ihren Fehlern im Wahlkampf lasse sie nicht kalt, betonte die Spitzenkandidatin. „Es gibt gute Tage und Tage, an denen man denkt, Mensch, hätte besser laufen können.“ Aus Angst vor weiteren Fehlern wolle sie sich aber nicht verstecken, betonte Baerbock: „Wir sind keine Roboter. Ich mache Politik als Mensch, aus der Lebenswirklichkeit der Menschen heraus. Und dabei möchte ich bleiben.“

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen

Die Grünen waren zuletzt wegen einer Reihe von Vorwürfen gegen Baerbock unter Druck geraten. Sie hatte Nebeneinkünfte verspätet nachmelden müssen, zudem musste ihr im Internet veröffentlichter Lebenslauf korrigiert werden. Schließlich warf ihr ein Plagiatsjäger vor, in ihrem jüngst veröffentlichten Buch Passagen aus anderen Quellen übernommen zu haben, ohne dies zu kennzeichnen.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner