Bahnverkehr ab Berlin

Diese Züge fallen wegen Sturm „Friederike“ am Freitag aus

Viele Regionalbahnen fahren nicht, aber auch wichtige ICE-Strecken sind gesperrt.

BLZ
5 Min
Bäume und Äste liegen am 18.01.2018 bei Lamspringe (Niedersachsen) auf der ICE-Trasse zwischen Hannover - Göttingen an einem ICE der Deutschen Bahn.

Bäume und Äste liegen am 18.01.2018 bei Lamspringe (Niedersachsen) auf der ICE-Trasse zwischen Hannover - Göttingen an einem ICE der Deutschen Bahn.

© dpa

Nach dem Sturmtief „Friederike“ hat sich die Lage in der Nacht zum Freitag weitgehend beruhigt. Vor allem Bahnfahrer müssen allerdings zunächst weiterhin mit Einschränkungen rechnen.

Am Berliner Hauptbahnhof warteten am Vormittag immer noch Hunderte Reisende auf ihre Weiterfahrt. Für diese gab es einen Aufenthaltszug. Vor allem im Fernverkehr fielen einige Verbindungen aus, etwa nach Düsseldorf, Hamburg und München. Auch die Strecke in Richtung Leipzig war laut einer Bahnsprecherin noch gesperrt. 

Einschränkungen im Regionalverkehr

Im Regionalverkehr fielen am Vormittag ebenfalls noch einzelne Verbindungen aus. So war die Strecke des RE 5 zwischen Berlin und Oranienburg gesperrt. Nach Angaben der Bahn wurden dafür aber Umleitungen und Ersatzverkehr eingerichtet. 

Folgende Verbindungen sind noch betroffen:

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Die Bahn bittet Fahrgäste, sich vor Reiseantritt über ihre Verbindung auf www.bahn.de oder über die kostenfreie Sonderhotline zu informieren. Diese ist unter (08000)996633 erreichbar.

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S- und U-Bahnen fuhren am Vormittag hingegen normal. „In unserem Netz gab es weder am Donnerstag noch heute Einschränkungen“, sagte die Sprecherin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Petra Reetz.

Fahrkarten behalten ihre Gültigkeit

Nach Angaben der Deutschen Bahn behalten alle Fahrkarten für vom Sturm betroffene Strecken ihre Gültigkeit. Sie können kostenfrei erstattet oder bis eine Woche nach Ende der Störung flexibel genutzt werden. Dies gelte auch für zuggebundene Fahrscheine. Sitzplatzreservierungen können umgetauscht werden.

Hat sich ein Zug erheblich verspätet, muss die Bahn einen Teil des Ticketpreises erstatten. 25 Prozent des Preises gibt es ab 60 Minuten Verspätung, 50 Prozent ab 120 Minuten. Entscheidend ist die Ankunftszeit am Zielort.

450 Notrufe in Brandenburg – ein Toter

Die Brandenburger Polizei musste während des Orkantiefs zu 78 witterungsbedingten Einsätzen ausrücken. „Meistens waren umgestürzte Bäume oder abgebrochene Äste der Grund“, erklärte ein Polizeisprecher. 450 Notrufe gingen demnach am Donnerstagnachmittag und am Abend bei der Behörde ein, die meisten davon in den betroffenen Gebieten in Südbrandenburg. 

Insgesamt gab es 14 Verkehrsunfälle, 12 davon mit Sachschäden. Auf der Autobahn A13 (Berlin-Dresden) starb ein Lastwagenfahrer, als sein Fahrzeug von einer Windböe erfasst wurde und umkippte.

Durch umgestürzte Bäume, herabfallende Äste und umherfliegende Gegenstände wurde in Brandenburg außerdem das Stromnetz unterbrochen. Rund 2500 Haushalte im Netzgebiet der Mitteldeutschen Netzgesellschaft mussten am Freitagmorgen noch mit Störungen bei der Stromversorgung rechnen, wie das Unternehmen mitteilte. Betroffen waren die Landkreise Elbe-Elster, Teltow-Fläming, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße.

Sturmtief "Friederike" zieht über Deutschland

Das Dach eines Supermarktes liegt in Menden (Nordrhein-Westfalen) auf der Straße. 

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© dpa

Die Feuerwehr versucht einen verunglückten LKW auf der A59 in Duisburg (Nordrhein-Westfalen) zu sichern, der droht von der Brücke zu stürzen. Die Autobahn sei voll gesperrt worden, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei in Düsseldorf. 

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© dpa

Ungesichert auf dem Dach eines Rohbaus in Loddenheide in Münster liegende Styroporplatten wurden vom Sturm auf die Straße geweht.

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© dpa

Ein Verkehrsschild ist auf der B7 bei Erfurt (Thüringen) auf ein Auto gestürzt. Verletzt wurde niemand.

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© dpa

Das Dach eines kleinen Schulbusses in Deute (Hessen) wurde von einem Baum getroffen und eingedrückt. Die Fahrerin und zwei Schulkinder blieben unverletzt.

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© dpa

Eine Anzeigetafel weist auf einen Ausfall des Zugverkehrs hin an einem Bahnsteig am Hauptbahnhof in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen). 

Eine Anzeigetafel weist auf einen Ausfall des Zugverkehrs hin an einem Bahnsteig am Hauptbahnhof in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen). 

© dpa

Dichter Schneefall behindert den Verkehr auf einer Bundesstraße nahe Wriezen (Brandenburg). Der Deutsche Wetterdienst warnt, dass es an diesem Donnerstag in vielen Teilen des Landes Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 115 Kilometern pro Stunde geben könnte.

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© dpa

Ein von einem umgestürzten Baum zerstörtes Auto steht in Moers (Nordrhein-Westfalen). 

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© dpa

Auf den Gleisen im Stadtteil Münster - Gremmendorf (Nordrhein-Westfalen) liegt ein umgestürzter Baum. 

Auf den Gleisen im Stadtteil Münster - Gremmendorf (Nordrhein-Westfalen) liegt ein umgestürzter Baum. 

© dpa

Ein Surfer nutzt das Sturmtief zum Surfen auf dem Starnberger See bei Tutzing (Bayern).

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© dpa

Ein Hinweisschild weist am Bahnhof in Essen (Nordrhein-Westfalen) auf den eingestellten Zugverkehr hin.

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© dpa

Ein Lastwagen ist bei Bonn (Nordrhein-Westfalen) auf der Autobahn 555 umgestürzt.

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© dpa

Am Flughafen Düsseldorf mussten Flüge durch das Sturmtief "Friederike" annuliert oder verschoben werden.

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© dpa

Tische und Stühle eines Restaurants sind in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) umgefallen.

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© dpa

Starker Wind hat in Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) zwei Anhänger mit Werbeplakaten umgeworfen.

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© dpa

Die Ohren von Hündin Heidi fliegen in Reutlingen (Baden-Württemberg) im Wind. 

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© dpa

Ein umgestürzter Baum liegt in Alpen-Veen (Nordrhein-Westfalen) neben einer Landstrasse. 

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© dpa

Ein Traktor räumt auf einem Feldberg im Schwarzwald (Baden-Württemberg) Schnee.

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© dpa

Der Kölner Dom wurde aus Sicherheitsgründen abgesperrt. 

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© dpa

"Friederike" hat auch in den Niederlanden gewütet: der niederländische Wetterdienst KNMI hat Alarmstufe Rot für große Teile des Landes ausgerufen.

"Friederike" hat auch in den Niederlanden gewütet: der niederländische Wetterdienst KNMI hat Alarmstufe Rot für große Teile des Landes ausgerufen.

© dpa

Die Bahn hatte den Fernverkehr am Donnerstagnachmittag wegen des Orkans bundesweit eingestellt. Auch mehrere Flugverbindungen zwischen Berlin-Tegel und Amsterdam sowie mehreren Städten im Westen Deutschlands wurden gestrichen, wie ein Flughafensprecher sagte. Grund war die verschärfte Wetterlage an den Abflugs- beziehungsweise Zielorten.

Deutschlandweit war „Friederike“ der schwerste Orkan seit mehr als zehn Jahren. Bundesweit kamen mindestens sechs Menschen ums Leben. (BLZ/dpa)

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