Manchen Menschen ist es egal, warum Polizisten jemanden festnehmen. Für sie ist das Grund genug, gegen Polizeigewalt zu protestieren. In der Nacht zum Sonntag bedrohten Jugendliche im Treptower Park andere Jugendliche mit Messern und raubten sie aus. Polizisten nahmen später mehrere Verdächtige fest. Das war nicht nach dem Geschmack einer Frau und eines Mannes, die das sahen. Sie zogen ihre Smartphones und begannen unter lautem Protest den Einsatz zu filmen. Die Handfesseln an den Festgenommenen seien Schikane, schimpften sie. Die Überfallenen wurden in einem Einsatzwagen betreut. Sie konnten die Täter identifizieren. Dem filmenden Paar ging es aber nicht um die Opfer, sondern darum, dass die Täter sanft behandelt werden.
Dienstagabend im Bahnhof Zoo: Bundespolizisten kontrollierten einen Mann, weil er auf dem Bahnsteig rauchte. Da er sich nicht ausweisen konnte, durchsuchten sie den Rucksack des 27-jährigen Marokkaners. Sie fanden 20 Mobiltelefone. Zwölf davon waren nach einem Geschäftseinbruch in NRW zur Fahndung ausgeschrieben. Die Beamten kontrollierten nun den Begleiter des Mannes. Der 25-jährige Marokkaner hatte ebenfalls ein gestohlenes Telefon aus dem Einbruch. Gegen beide besteht eine Anordnung zur Abschiebung. Der 27-Jährige ist wegen Eigentumsdelikten und der 25-Jährige wegen Diebstahls, Hehlerei, Hausfriedensbruchs und Drogendelikten bekannt. Die dafür zuständige Berliner Polizei entschied, beide Männer freizulassen. Großes Verständnis dafür ist bei der Bundespolizei nicht zu spüren.
Ein Mann, der Kindern mit dem Messer droht, und ein perfider Betrug bei Senioren
Am Mittwoch belästigte ein 32-Jähriger am Ostkreuz eine Frau und griff ihr ans Gesäß. Die 46-Jährige gab dem Grabscher zu verstehen, dass sie das nicht wünsche. Daraufhin spuckte er ihr ins Gesicht und ging weg. Später nahmen ihn Bundespolizisten im Ostbahnhof fest.
Übel hätte es für einen Mann ausgehen können, der im U-Bahnhof Rathaus Reinickendorf Courage zeigte. Ein Fahrgast hatte mit einem Edding eine Tür beschmiert. Als der 31-Jährige ihn ansprach, stieß der ihn ins Gleisbett. Das Opfer fiel gegen die Stromschiene und bekam einen Stromschlag. Zeugen halfen ihm aus dem Gleis, der Täter flüchtete. Der 31-Jährige wirkte lethargisch – aber er lebte. Nachts entließ er sich selbst aus der Klinik.
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