Wegen des heftigen Wintereinbruchs durch Sturmtief „Elli“ fällt der Bahnverkehr auf mehreren wichtigen Fernverkehrsstrecken im Norden Deutschlands offenbar noch bis Sonntag aus.
Betroffen sind unter anderem die Ost-West-Verbindung Berlin-Hannover-Ruhrgebiet und die wichtige Nord-Süd-Strecke von Hamburg über Hannover nach Frankfurt, wie eine Bahn-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
Auf folgenden Strecken verkehrt der Fernverkehr bis Sonntag nicht:
- Hannover <> Ruhrgebiet
- Hannover/Hamburg <> Berlin
- Hamburg <> Frankfurt / Würzburg
- Kopenhagen <> Hamburg
- Amsterdam <> Hannover
- Westerland/Kiel <> Hamburg
- Binz/Stralsund/Rostock <> Berlin
- Norddeich/Emden <> Hannover / Ruhrgebiet
Demnach können Reisende jedoch die Verbindung zwischen Hamburg und Frankfurt über Bremen und Köln nutzen. „Züge nach Hamburg über Fulda und Kassel enden in Frankfurt“, hieß es auf der Website des Unternehmens. Und weiter riet die Bahn: „Bitte prüfen Sie, ob Sie Ihre Reise verschieben können.“ Ausgesetzt blieben demnach auch die Verbindungen zwischen Hannover und Amsterdam sowie zwischen Hamburg und Kopenhagen. Der Regionalverkehr sollte auf einzelnen Strecken am Samstag langsam wieder anlaufen. Wie auch vielerorts die Busse standen jedoch viele Regionalzüge ebenfalls vorübergehend still.
Alle Fahrgäste, die bis einschließlich dem 7. Januar ein Ticket für eine Reise im Zeitraum vom 8. bis 11. Januar gekauft haben und diese aufgrund der Winterwitterung verschieben möchten, können ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Die Zugbindung ist aufgehoben. Das Ticket gilt dabei für die Fahrt zum ursprünglichen Zielort auch mit einer geänderten Streckenführung. Sitzplatzreservierungen können kostenfrei storniert werden.
Beine-Brechen als Volkssport: Berlin wird auch beim angekündigten Schneefall versagen
Wetter in Berlin nach Sturmtief „Elli“: Sonne und leichter Schneefall – DWD warnt weiter
Als Folge von Wintersturm „Elli“ hatte insbesondere Norddeutschland mit Schneeverwehungen zu kämpfen. Ein Ende der winterlichen Verhältnisse ist noch nicht in Sicht – höchstens ein kurzes Durchatmen vor der nächsten möglichen Unwetterlage.
Am Sonntag soll es heiter bis wolkig und vor allem im Nordosten und Westen oftmals sonnig und trocken werden. In Berlin soll es am Sonntag nur wenig schneien, dafür vereinzelt die Sonne herauskommen.
Danach kann es jedoch sehr glatt werden: „In der Nacht zum Montag erreicht eine Warmfront den Westen Deutschlands, bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt fällt allenfalls anfangs Schneefall“, erklärt DWD-Meteorologe Thore Hansen. Rasch gehe der Schnee in Regen über, der auf den kalten Böden gefriere und zu Glatteis führe.
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