Al Gore, 59, war fast US-Präsident. Nun ist er so etwas wie der Öko-Oswalt-Kolle geworden. Sein Film "Eine unbequeme Wahrheit" klärte die Welt über den Klimawandel auf. Kritiker nörgeln zwar an manchen Fakten. Viel irritierender aber ist: Im Kino, einst Ort der Fiktion, entdeckte Amerika plötzlich das echte Leben. Wie auch immer: Ohne Gore hätten die letzten Berichte des Weltklimarats nie so viel Aufmerksamkeit erhalten. Auch für Gore lohnte die Mission. Er erhält den Friedensnobelpreis - und endlich die lang ersehnte weltweite Anerkennung.Sir Nicholas Stern, 61, ist Gores ökonomischer Gefährte. Der Brite bezifferte 2006 den wirtschaftlichen Schaden, der durch den Klimawandel entsteht: 20 Prozent des Bruttosozialprodukts - es sei denn, es wird sofort gegensteuert. Die Welt horchte auf, nun muss gehandelt werden.Angela Merkel, 52, saß 1997 in Kyoto mit Al Gore am Verhandlungstisch. Damals war sie noch Umweltministerin. Nun ist sie Kanzlerin, Öko-Aktivistin ist sie geblieben. Auf dem G8-Gipfel in Heiligendamm erreichte sie überraschend einen Klimaaktionsplan. Auch kommende Woche könnte sie überraschen - mit einem Blitzbesuch in Bali. (ptr.)
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