Barriere zwischen Berlin und Brandenburg wurde beseitigt / Vier Straßen weiterhin nur für Anwohner passierbar

Der Sandhaufen ist verschwunden

Marcel Gäding
2 Min

Im Streit zwischen der brandenburgischen Gemeinde Lindenberg (Barnim) und dem Berliner Bezirk Lichtenberg-Hohenschönhausen um die vor drei Wochen gesperrte Lindenberger Straße von Berlin in den nordöstlichen Speckgürtel gibt es eine erste Einigung: Am Donnerstag ließ die für Lindenberg zuständige Amtsverwaltung Ahrensfelde/Blumberg eine Barriere aus Sandhaufen und Baumstämmen in der Lindenberger Straße beseitigen.Damit ist die Straße vom Ortsteil Wartenberg (Berlin) nach Lindenberg wieder befahrbar. Allerdings nur für Anwohner. Wer die Strecke bislang nutzte, um zur Autobahn A 10 zu gelangen und damit einen Bogen um die häufigen Staus auf der Bundesstraße 2 in Malchow machte, darf die Lindenberger Straße bis auf weiteres nicht passieren.Wie berichtet, hatte die Amtsverwaltung Ahrensfelde/Blumberg die Lindenberger Straße vom Lindenberger Ortseingang komplett für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Weil Autofahrer daraufhin den auf Berliner Seite gelegenen Birkholzer Weg nutzten, um zur Autobahn zu gelangen, sperrte die Bauverwaltung des Bezirks Lichtenberg-Hohenschönhausen diese und zwei weitere Straßen ebenfalls. Grund für beide: Die Ausfallstraßen nach Brandenburg halten offenbar der Belastung von 9 000 Autos am Tag nicht stand, Geld für Reparaturen steht nicht zur Verfügung. Allerdings waren die Sperrungen bei Anwohnern teils auf Unverständnis gestoßen. Vor allem Neu-Lindenberger hatten sich dagegen mit Unterschriften zur Wehr gesetzt, weil ihre Siedlung nur noch über kilometerlange Umwege erreichbar war. Denn zeitweise hatte die Polizei nur Fahrzeugen die Durchfahrt gestattet, die ein Berliner Nummernschild hatten. Inzwischen ist aber auch Brandenburger Anliegern wieder möglich, die Straßen zu passieren. Denn die meisten arbeiten in Berlin.Inzwischen wurden Forderungen laut, eine seit langem geplante Umgehung der Bundesstraße 2 zur Autobahn in Angriff zu nehmen. Die Strecke könnte als Verlängerung der Egon-Erwin-Kisch-Straße in Wartenberg zum Berliner Ring führen und das Dorf Malchow entlasten, durch das die Bundesstraße 2 führt. "Die Umgehung ist Bestandteil einer Tangente", sagt Geisel. Zwar stünden die Flächen dafür bereit. "Geld gibt es aber nicht für den Ausbau", sagt er.Geklärt werden soll auch, wie Lastkraftwagen dauerhaft aus den Siedlungen in Lindenberg und Wartenberg verbannt werden können. Da gilt ohnehin ein Fahrverbot. "Daran hält sich nur kaum jemand", sagt Geisel. Deshalb müsse darüber nachgedacht werden, Lkws stärker zu kontrollieren.

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