Der Vorstoß kommt aus der Provinz – und zielt doch mitten ins Machtzentrum der Partei. Auf ihrem Kreisparteitag hat die FDP Dessau-Roßlau mit deutlicher Mehrheit einen Antrag beschlossen, der es in sich hat: Der künftige Bundesvorsitz der FDP solle von einer Persönlichkeit mit ostdeutscher Vita besetzt werden – vorzugsweise aus Sachsen-Anhalt. Was auf den ersten Blick wie identitätspolitische Symbolik wirken mag, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Ausdruck einer tieferliegenden strategischen Verunsicherung innerhalb der Liberalen.
Parteipolitik
Basis rebelliert: FDP-Dessau fordert Ende der westdeutschen Dominanz an der Parteispitze
Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sendet die FDP-Basis ein klares Signal nach Berlin: Ohne ostdeutsche Perspektive an der Spitze droht die Bedeutungslosigkeit.
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Der bisherige FDP-Bundesvorsitzender Christian Dürr kandidiert nach der desaströsen Landtagswahl in Rheinland-Pfalz nicht mehr für das Amt: Die ostdeutsche FDP-Basis fordert jetzt einen Ossi an der Spitze der Partei.
© Michael Kappeler
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