Zwischenrunde bestanden: Nach dem 94:56 gegen Südkorea ziehen die deutschen Basketballerinnen in die nächste Runde der Heim-WM in Berlin ein. Beste Werferin war am Dienstagabend in der Arena am Ostbahnhof Marie Gülich mit 19 Punkten. Erstmals steht das deutsche Nationalteam der Frauen somit im Viertelfinale einer Basketball-Weltmeisterschaft.
Halle diesmal nicht ausverkauft
Wer den Blick durch die Halle schweifen ließ, sah erstmals bei einem deutschen Spiel bei dieser WM viele leere blaue Sitzschalen auf den Rängen.
Nun war aber ja auch nicht klar, ob und wann Deutschland an diesem Abend spielen würde. Ungefähr 24 Stunden waren lediglich vergangen, seit Deutschland im letzten Gruppenspiel Mali geschlagen hatte und sich mit dem 83:53 für die Zwischenrunde qualifizierte. Nicht genug Zeit offenbar, um, wie zuvor noch gelungen, alle Tickets für das Spiel zu verkaufen.
Deutschland knüpft an Mali-Leistung an
Trotzdem knüpfte das deutsche Team anfangs nahtlos an die starke Leistung vom Vorabend an, gewann Rebounds in der Defensive und der Offensive und ließ die Südkoreanerinnen einige Minuten lang gar nicht erst aufs Scoreboard kommen. Trotzdem drohte das deutsche Team für einen kurzen Zeitraum, das Spiel wieder aus der Hand zu geben, leistete sich mehrere Fehlpässe und ließ einen 0:6-Run von Südkorea zu.
Deutschland fing sich aber schnell wieder. Frieda Bühner, die beste Werferin des Vorabends, präsentierte sich erneut treffsicher und führte ihr Team mit neun Punkten zu einer komfortablen 23:14-Führung nach dem ersten Viertel.
Für Südkorea nicht zu stoppen: Marie Gülich (beim Wurf) beim Treffer.
© IMAGO/Tilo Wiedensohler
Das Spiel des ersten Viertels wiederholte sich in der Art auch im zweiten Viertel. Wieder ließ Deutschland die Südkoreanerinnen zur Aufholjagd ansetzen, erlaubte ihnen einen 8:0-Run. Bundestrainer Olaf Lange reagierte, nahm eine Auszeit – und Deutschland zog davon. Immer wieder fanden seine Spielerinnen nun Marie Gülich unter dem Korb, gegen die Südkorea kein Mittel zu finden schien. Zur Halbzeit hatte die 32-Jährige 14 Punkte zur 46:29-Führung ihres Teams beigetragen.
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Deutschland blieb nach der Pause stabiler. Ohne die zwischenzeitlichen Läufe, die ihnen Deutschland in der ersten Spielhälfte noch erlaubte, mussten die Südkoreanerinnen dabei zusehen, wie der Rückstand weiter wuchs. Nach dem dritten Viertel stand es 68:40 für Deutschland.
Der Blick richtet sich auf Belgien
Das Spiel war also entschieden. Deutschland-Coach Lange durfte frühzeitig an die kommende Aufgabe denken. Lange ließ Starpielerin Nyara Sabally über längere Phasen auf der Bank – sie wird im Viertelfinale dringender gebraucht. Am Donnerstag wartet dort Europameister Belgien auf die Deutschen.
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