Basketball-WM

Basketball-WM in Berlin: Die USA schlagen Frankreich im Finale und sind Weltmeister

In einem früh entschiedenen Finale der Basketball-Weltmeisterschaft in Berlin setzen sich die US-Amerikanerinnen durch und sind neue Weltmeisterinnen.

3 Min
Die USA wieder oben auf: Die Amerikanerinnen mit einer treffsicheren Jackie Young (am Ball) sind zum 12. Mal Basketball-Weltmeister.

Die USA wieder oben auf: Die Amerikanerinnen mit einer treffsicheren Jackie Young (am Ball) sind zum 12. Mal Basketball-Weltmeister.

© IMAGO/O.Behrendt

Es war ein Finale, das zwar von hoher Qualität ausgezeichnet, aber doch früh entschieden war. Die Deutschland-Bezwingerinnen aus Frankreich, welche die Sympathien der Halle besaßen, trafen auf die Serienweltmeisterinnen aus den USA. Viermal in Folge hatten die Amerikanerinnen zuletzt die WM gewonnen. Für Frankreich war es die erste Finalteilnahme.

In der bis unter die Decke gefüllten Arena am Ostbahnhof setzen sich die USA mit 97:79 durch und sind zum fünften Mal in Serie Weltmeister.

Beide Teams zeigen, warum sie im Finale stehen

Beide Mannschaften begegneten sich anfangs auf einem ausgesprochen hohen Niveau, das noch mehr im Kontrast zum Spiel um Platz drei auffiel, das vorher von Deutschland und Spanien ausgetragen wurde.

Die Intensität, die Qualität der Würfe, der Dribblings, der Pässe – sie waren doch noch einmal höher in diesem Spiel. Beide Teams bewiesen, warum es eben diese zwei waren, die im Finale standen.

Gabby Williams (am Ball) zeigte sich für Frankreich besonders treffsicher.

Gabby Williams (am Ball) zeigte sich für Frankreich besonders treffsicher.

© TOBIAS SCHWARZ

Nach einem engen ersten Viertel, aus dem die Französinnen mit drei Punkten Vorsprung gingen, zogen sie im zweiten Viertel zwischenzeitlich davon. 16 Punkte erzielten sie, ohne die USA zwischendurch auf das Scoreboard kommen zu lassen. Gerade Gabby Williams zeigte sich treffsicher und warf schon in der ersten Hälfte 16 Punkte.

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Und das US-Team? Ließ sich davon überhaupt nicht beeindrucken und kam einfach zurück ins Spiel. Mit einem Buzzerbeater von der Dreierlinie verkürzte WNBA-Star Caitlin Clark den Rückstand ihres Teams sogar im Vergleich zum Ende des ersten Viertels um einen Punkt auf 43:45.

US-Team reißt das Spiel an sich

Les Bleues hatten nach der Pause Probleme, zurück aufs Scoreboard zu kommen. Trotz hartnäckiger Unterstützung ihrer Fans gaben sie die Führung so aus der Hand. Auch weil die Amerikanerinnen nun unter dem Korb, bei den Rebounds, deutlich stärker waren.

Breanna Stewart stach hierbei heraus und war gleichzeitig eine der besten Werferinnen ihres Teams. Anders als bei den Französinnen aber verteilte sich die Scoring-Last bei den USA auf mehrere Schultern. Neben Stewart war Jackie Young besonders erfolgreich für die Amerikanerinnen.

Breanna Stewart (beim Wurf) stach bei den USA besonders heraus.

Breanna Stewart (beim Wurf) stach bei den USA besonders heraus.

© IMAGO/Tilo Wiedensohler

Die Amerikanerinnen hatten ihren Flow nun gefunden, führten schon nach dem Ende des dritten Viertels deutlich mit 73:57. Das Spiel war schon zu diesem Zeitpunkt entschieden. Die Führung wuchs im letzten Viertel nur noch weiter. Auch weil Starspielerin Clark, die zuvor nur wenige Minuten auf dem Feld verbrachte, nun mehr Einfluss auf den Punktestand ihres Teams nahm. 

Die Amerikanerinnen krönten sich somit trotz eines Turniers, in dem sie oft den Erwartungen hinterherliefen, durch einen verdienten Sieg erneut zu Weltmeisterinnen. Es ist das zwölfte Mal, dass der goldene Pokal in den USA landet.

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