Die anhaltend frostigen Temperaturen in Nord- und Ostdeutschland führen zu Verzögerungen bei den Bauarbeiten der Bahnstrecke Hamburg–Berlin. Wie die Deutsche Bahn am Montagabend mitteilte, ist der Boden in Teilen der Baustelle bis zu 70 Zentimeter tief gefroren, wodurch zahlreiche Arbeiten – etwa an Kabelkanälen, Weichenantrieben und Signalanlagen – derzeit nicht möglich sind. Betroffen sind insbesondere Arbeiten, die für die Modernisierung der Signal- und Stellwerkstechnik unerlässlich sind.
Für die Einwohner der Altmark bringt der Wintereinbruch jedoch eine erfreuliche Nebenwirkung: Die ICE-Halte am Bahnhof Salzwedel und am Hauptbahnhof Stendal bleiben über den ursprünglich geplanten Zeitraum hinaus bestehen. Der Zug verbindet die Hansestädte weiterhin direkt mit Städten wie Hamburg, Lüneburg und Berlin. Parallel bleibt jedoch auch der Schienenersatzverkehr nach Uelzen in Betrieb.
Um die Verzögerungen so gering wie möglich zu halten, kündigte die Bahn an, das Baupersonal aufzustocken, sobald die Temperaturen steigen und die Arbeiten wieder aufgenommen werden können. Bis zum 13. März will das Tochterunternehmen DB InfraGO gemeinsam mit Baupartnern ein neues Konzept für die Inbetriebnahme der Strecke erstellen. Ein konkreter Fertigstellungstermin wurde jedoch noch nicht genannt. Für die Altmärker bedeutet dies, dass sie zunächst weiter von einer besseren Anbindung profitieren können – auch wenn die Bauarbeiten auf der Strecke Hamburg–Berlin insgesamt länger dauern werden.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]